SPARZANZA - Announcing The End
Label: Spinefarm Records
Die Herren mit dem etwas sperrigen Namen SPARZANZA sind in ihrer Heimat schon ein ziemlich großes Ding, dennoch komm ich erst jetzt mit dem achten Longplayer „Announcing The End“ mit der Truppe in Berührung. Dabei spielte bis 2009 sogar MUSTASCH Gitarrist David Johnnesson in ihren Reihen. Das soll aber nicht die einzige Gemeinsamkeit mit den schnauzbärtigen Rockern sein.

SPARZANZA liefern mit ihrem achten Werk ein wahrlich starkes Album, das irgendwo zwischen Alternative Rock, Groove Metal und einem Schuss Stoner schwankt. Dabei aber auch auf Melodien, Emotionen und Gefühl setzt. Der Titeltrack beispielsweise macht es mit modernem Intro schon mächtig spannend, steigert sich mit leicht psychedelischem Unterton, ehe die angenehme, tiefe, leicht rauhe Stimme von Fredrik Weileby einsetzt. Der haut später auch ein paar Screams á la DROWNING POOL, DISTURBED oder SPINESHANK raus. Ein paar weitere Elemente dieser New Metal/Rock Truppen sollen aber später auch noch in dezenter Variante folgen. Doch wirklich interessant wird es im Refrain, wenn der Mann mit kraftvollem, aber gleichzeitig melodiös-emotionalem Gesang für Gänsehaut sorgt. Ein genialer Einstieg, der Lust auf mehr macht. Mit „Damnation“ folgt auch schon der nächste Kracher. Der Stampfer erinnert vom Riffing her stark an MUSTASCH und überzeugt durch melancholischen Unterton und fetter Gitarrenarbeit von Calle Johannesson und Magnus Eronen. Als Kontrast folgt das ruhig und verträumt beginnende „Whatever May Come“, das mit düsterem Unterton und genialer, gepfiffener Melodie sehr atmosphärisch daher kommt. Auch hier setzt dank der Stimmung und der grandiosen Leistung des Sängers, der von ein paar wunderbar funktionierenden, weiblichen Backings unterstützt wird, schnell Gänsehaut ein. Was für ein majestätischer Chorus!

Auch wenn sich SPARZANZA stilistisch nicht ganz so weit aus dem Fenster lehnen wie es die Kollegen von MUSTASCH oftmals tun, achten die Schweden auf diesem fantastischen Werk auch auf Abwechslung. „Vindication“ oder „Truth Is A Lie“ grooven wunderbar, „Breathe In The Fire“ ist eine waschechte Southern Rock bzw. Stadion Hymne und „The Dark Appeal“ bringt erneut diesen erwähnten New/Groove Metal Vibe mit. Doch alle Songs leben von hartem Riffing, düsteren Melodien, leicht melancholischen Unterton, einer enormen Ausdrucksstärke und dem abwechslungsreichen und oftmals emotionalen Vocals von Fredrik.

SPARANZA ist für mich eine echte Entdeckung und überraschen mit „Announcing The End“ auf voller Linie. Fans von MUSTASCH und generell des modernen Rock, sollten auf jeden Fall reinhören. Ich für meinen Teil, werde mich auch definitiv durch die vorangegangene Discographie arbeiten, und hoffe auf baldige Live-Aktivitäten in unseren Breitengraden.

www.sparzanza.com


6.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Announcing The End
2. Damnation
3. Whatever May Come
4. Vindication
5. The Trigger
6. Breathe In The Fire
7. One Last Breath
8. To Be One
9. The Dark Appeal
10. We Are Forever
11. Truth Is A Lie
Gesamtspielzeit: 51:04

maxomer
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Beitrag vom 21.10.2017
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