APPICE - Sinister
Label: SPV (Steamhammer)
Den Namen Apppice sollte man eigentlich keinem mehr vorstellen müssen, aber vielleicht wissen dann doch einige Rock-Fans nicht, dass es gleich zwei davon gibt. Beide saßen bereits hinter Schießbuden von bekannten Rock-Legenden. Vinny bei DIO, BLACK SABBATH und HEAVEN & HELL, Bruder Carmine bei ROD STEWART, LEGACY X und KING COBRA. Jetzt haben sich die zwei Briten zusammengetan und liefern mit SINISTER ihr erstes Solo... oder eher Duo (?) Werk ab.

Interessant ist es natürlich, wer denn dann wann und wo spielt. So wechseln sich die beiden zwar prinzipiell ab, spielen aber bei ein paar Nummern auch gleichzeitig, was einen netten Effekt gibt und durchaus cool klingt. Vor allem, da man mit Kopfhörern, jeweils einen Bruder in jedem Ohr hat.

Ansonsten ist das Material auf „Sinister“ verdammt experimentell. Klassische Songstrukturen sucht man vergebens und auch sonst geht es recht ruppig zu und erinnert manchmal an ausufernde MEGADETH-Nummern, was anfangs durch Jim Crean, der den Titeltrack einsang, unterstrichen wird. Alle Gastmusiker und Sänger aufzuzählen würde den Rahmen sprengen, doch man hat in allen Bereichen des Rock gewildert und ein abwechslungsreiches Ensemble zusammengestellt. So kommen Elemente von RAINBOW, DIO, BLACK SABBATH, DEF LEPPARD, GUNS´N´ROSES und vielen weitere Rock Ikonen aus verschiedenen Dekaden zum Tragen. Leider ist das Material dann doch recht sperrig und recht arm an Hits. Und auch wenn sich „Monsters And Heroes“ bald als Möglichkeit dafür anbiedert und nicht zufällig nach DIO klingt, hat man diesen Track auch dem verstorbenen Metal-Gott gewidmet. Der Stil von Ronnie James zieht sich aber fast durchs gesamte Album, doch mit „Suddenly“ bekommt man auch eine Ladung DEEP PURPLE meets THIN LIZZY und „Future Past“ klingt wie eine ausufernde Blues-Session. Nette Gags findet man noch mit der Jamsession namens „Drum Wars“ und dem SABBATH-Tribut „Sabbath Mash“ in das man, wie der Titel schon erahnen lässt, einfach einige BLACK SABBATH Klassiker zusammengemixt hat.

„Sinister“ ist auf musikalischer Ebene verdammt interessant und abwechslungsreich, versammelt zudem Musiker wie Bumblefoot (GUNS N ROSES), Erik Turner (WARRANT), Craig Goldy (VENGEANCE) oder Paul Shortino (RIOT, KING COBRA) und hat seine großen Momente, fokussiert aber dann doch etwas zu sehr auf das Drumming und lässt die großen Hits vermissen. Fans der genannten Truppen sollten aber unbedingt mal reinhören.

www.appice.com


5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Sinister
2. Monsters And Heroes
3. Killing Floor
4. Danger
5. Drum Wars
6. Riot
7. Suddenly
8. In The Night
9. Future Past
10. You Got Me Running
11. Bros In Drums
12. War Cry
13. Sabbath Mash
Gesamtspielzeit: 43:00

maxomer
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Beitrag vom 28.10.2017
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