SONS OF SOUNDS - Into The Sun
Label: Eucalypdisc Records
„Born to sound, to shine and let you shine“ – das ist das Motto der drei Brüder hinter den SONS OF SOUNDS aus Karlsruhe, die mit „Into The Sun“ ihren dritten Longplayer nur 16 Monate nach seinem Vorgänger präsentieren, was schon eine satte Leistung ist, da man in der Zeit auch 50 Shows spielte und nun mit über 350 Gigs auf Abende gemeinsam mit Truppen wie BAD RELIGION, NEW MODEL ARMY oder BLAZE BAYLEY zurück schauen kann.

Das ist schon mal amtlich, doch wird „Into The Sun“ dem auch gerecht? Eigentlich spricht die Band von Prog und Art Rock. Davon ist zunächst aber nur bedingt etwas zu spüren, denn „Into The Sun“ kommt als melodischer, aber doch recht direkter Heavy Metal Kracher mit prägnanten Riffs, tighter Rhythmik und den markanten Vocals von Roman Beselt daher, der die Musik quasi trägt. Bei „One Sky“ kommen dann auch noch unleugbar IRON MAIDEN Influenzen dazu, was aber auf jeden Fall positiv gemeint ist. Ansonsten gibt es hier eine Spur mehr Pathos, verspielte Leads und Soli von Bruder Wayne Beselt und ein paar ruhigere Momente, die dem Ganzen die nötige Dynamik geben. Von Progressive Metal nach wie vor keine wirklich erkennbare Spur, doch die SONS OF SOUNDS gehen zumindest nicht nach Schema-F vor und liefern neben intelligenten Arrangements auch ein Augenmerk auf Abwechslung, gehen dabei aber schon recht schnell gut ins Ohr. Eine gute Spur theatralischer gibt sich „Soulcleaner“, bei dem Roman seine Stimme zudem noch etwas höher schraubt und nicht selten an 80er Heavy/Thrash Truppen erinnert. Hier gibt es erstmals ein paar abgefahrene Einschübe, die dann die Prog-Bezeichnung durchaus rechtfertigen. Mit „Flame Of Trinity“ gibt es zudem noch eine getragene Powerballade, ehe man mit dem 9-Minüter „Blood Of The Shamans“ mit eigenwilligem Sprachintro, das eben nach Schamanen-Geblubber klingt und passender Percussion startet, dann den Song aber mit gutem Spannungsbogen immer weiter steigert und so manch Überraschung liefert. Hier treffen Power, True und Heavy Metal aufeinander, zudem wird den Jungfrauen nochmal Tribut gezollt.

„Illumination“ tönt hingegen dann im Anschluss wieder direkter, „Going Home“ fast entspannt, rockiger und mit cleanen Gitarren auch sehr einprägsam und „Time Is Running Out“ nahezu episch und mit leicht doomigen Riffs auch erfrischend anders. Als wäre das noch nicht genug Abwechslung, lud man sich für den Bonus Track „ Before I Die“ noch David Readman (PINK CREAM 69, ALMANAC), der das Debüt der Truppe damals produzierte, für einige Gesangsparts ein.

„Into The Sun“ ist alles andere als ein gewöhnliches Heavy Metal Album und schwer zu beschreiben. Mir gefällt vor allem die recht rohe, aber doch druckvolle Produktion, die an die 80er und 90er erinnert, aber dennoch zeitlos und authentisch daher kommt. Die drei Brüder haben somit etwas ganz spezielles Geschaffen, das sich für Heavy Metal Jünger definitiv lohnt.

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5.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Into The Sun
2. One Sky
3. Soulcleaner
4. Cosmic Queen
5. Flame Of Trinity
6. Blood Of The Shamans
7. Illumination
8. Going Home
9. Time Is Running Out
10. Before I Die (Bonus)
Gesamtspielzeit: 58:30

maxomer
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Beitrag vom 09.12.2017
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