PINK CREAM 69 - Headstrong
Label: Frontiers Records
Irgendwie sind PINK CREAM 69 in den letzten 30 Jahren immer wieder mal an mir vorbeigegangen. Der Name war mir dank Andi Deris, der bevor er zu HELLOWEEN kam, die Band frontete, ebenso wie durch Dennis Ward (u.a. UNISONIC, PLACE VENDOME) mehr als nur ein Begriff, doch bis zum letzten Werk „Ceremonial“, das auch schon wieder vier Jahre am Buckel hat, kam mir dennoch nicht viel von US-Deutsch-britischen Combo zu Ohren. Doch da haben wir nun mit „Headstrong“ ein neues Werk und einen wahren Knaller.

Auch der aktuelle Frontmann David Readman, der seit 1994 am Micro steht, sollte manchen nun ein Begriff sein, da der stimmstarke Brite bei ALMANAC mitmischt. Komplett wird die Truppe durch das weitere Gründungsmitglied Alfred Koffler (D.C. COOPER), Uwe Reitenauer (PLACE VENDOME) und Chris Schmidt (Ex-FIRST SIGNAL, Ex-SUNSTORM)

Mit „Headstrong“ hauen die Männer einen Übrerraschungskracher raus, den ich so nicht erwartet hätte. Schon der Opener „We Bow To None“ ist Programm. Rock´n´Roll Riffs treffen auf Melodic Power Rock, der gnadenlos ins Ohr geht. Etwas UNISONIC schwingt da schon mit, doch PC69 haben durchaus ihren eigenen Charme. David gibt eine enthusiastische Glanzleistung ab und der Happy-Metal Refrain lädt zum Mitträllern ein. „Walls Come Down“ kommt zwar ernster und gezügelter daher, macht aber nicht minder Eindruck mit mehrstimmigem Refrain. Mit „Unite And Divide“ wird es dann hymnisch, „Man Of Sorrow“ bringt balladeske Elemente mit und zwingt David in tiefere Regionen, die er auch wunderbar und authentisch transportiert und „Vagrant Of The Night“ geht mit intensiven Gitarrenmelodien schnell unter die Haut. Aber auch das restliche Material, das stilistisch irgendwo zwischen den genannten Nummern liegt, darf nicht unerwähnt bleiben, da man auf „Headstrong“ einen schwachen Song oder gar Ausfall vergeblich sucht. Hier ist alles von Meisterhand, perfekt arrangiert, beziehungsweise durchdacht und mit Herz und Seele. Dennoch klingt hier nichts gezwungen, sondern viel mehr sehr persönlich und authentisch.

Da Dennis wieder nichts dem Zufall überließ und sich selbst um die Produktion kümmerte, geht auch da alles voll in Ordnung und die Live-CD, die es zum 30er als Geschenk oben drauf gibt, schafft dann noch einen guten Überblick über das Schaffen der cremigen Jungs. Fans des erdigen Rock können ebenso zugreifen wie melodieverliebte Rock´n´Metaller. Neu erfunden wird hier natürlich nichts, doch „Headstrong“ liefert alles, was man vom Genre erwartet und vielleicht sogar eine kleine Spur mehr. Ein wirklich frisches Stück Melodic Rock.

pinkcream69.de


5.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. We Bow To None
2. Walls Come Down
3. Unite And Divide
4. No More Fear
5. Man Of Sorrow
6. Path Of Destiny
7. Vagrant Of The Night
8. Bloodsucker
9. Whistleblower
10. The Other Man
Gesamtspielzeit: 46:30

maxomer
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Beitrag vom 16.12.2017
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