KLYNT - Faustbreaker
Label: Eigenproduktion
“Epic as Fuck!” – schon der Promo-Slogan zum neuen Werk der 2010 gegründeten Grazer KLYNT suggeriert, dass die Herren ihr Schaffen mit einem Augenzwinkern sehen – so hoffe ich jedenfalls, denn sonst wäre das Ergebnis von „Faustbreaker“ noch merkwürdiger, als es sowieso schon ist. Aber erst mal von vorne.

Die Jungs spielen grundsätzlichen einen mehr als soliden Mix aus Power, Heavy und Thrash Metal irgendwo zwischen ICED EARTH, IRON MAIDEN und MANOWAR, wobei man technisch und auch von der Produktion nicht an die genannten Helden heranreicht, dafür aber ambitioniert rifft. Die sind nämlich von knackig, über melodisch bis hin zu verspielt echt gelungen, könnten aber etwas mehr Volumen vertragen, was aber nicht ins Gewicht fällt, da man auf musikalischer Basis durchaus etwas zu bieten hat. Doch der Knackpunkt ist der fast schon parodistisch anmutende Gesang von Sir Dadukles Prime, der nicht nur penetrant weit in den Vordergrund gemischt ist, sondern einfach unpassend, deplatziert und oftmals auch gewaltig schief anmutet. Auch wenn die Jungs das Ganze nicht zu ernst nehmen und ihren sogenannten Proll Power Thrash mit viel Spaß versehen, trübt der leider recht anstrengende Gesang das Gesamtbild gewaltig. Bei einer Spielzeit von fast einer Stunde geht das schon gewaltig auf die Substanz und macht für mich ein komplettes Durchhören der Platte unmöglich. Mag sein, dass das Ganze live besser funktioniert und Laune macht, da interessanterweise die hier und da eingestreuten MANOWAR-True Metal Screams durchaus gefallen, doch „Faustbreaker“ funktioniert trotz starken Riffs, gelungenen Song-Arrangements und Hommagen an die genannten Truppen so einfach nicht. Schade, denn hier ist mehr als genug Potential da, vor allem in den eingestreuten Instrumentalparts.

Wer auf episch angehauchten True/Power Metal mit viel Pathos und 80s Heavy Metal Riffing steht, kann ja gerne mal reinhören, da man durchaus starke Nummern zu verzeichnen hat. Vielleicht findet ja auch der eine oder andere Gefallen an der Arbeit des Fronters.

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3.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Faustbreaker
2. Thrashotron
3. Operation: Enmarteration
4. Deadly Prey
5. Allegiance Of Wolves
6. Uuberfeist
7. To Absent Friends
8. Kitsune
9. Epicness Initiated... Gooosh Mode!
10. Thrash Fm
Gesamtspielzeit: 52:50

maxomer
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Beitrag vom 20.12.2017
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