HEAVE BLOOD AND DIE - Vol. II
Label: Blues Of The Red Sun
Gut eineinhalb Jahre sind seit dem Debüt von HEAVE BLOOD AND DIE vergangen. Der Ansatz des doomig-sludge´igen Post-Metal mit apokalyptischer Atmosphäre war gut, doch an der Ausführung haperte es bei den Depri-Nord-Norwegern noch ziemlich. Ob man das mit „Vol II“ nun ändern konnte, werden Genrefans noch diesen Jänner erfahren.

Was sofort ins Auge sticht, ist der undifferenzierte, schwammige Sound und die weit in den Hintergrund gemischte Stimme von Karl Pederson. Entfernt erinnert der zweite reguläre Track „Harakiri“ an die mächtigen MASTODON, doch leider kommt man da bei weitem nicht ran. Knackpunkt ist vor allem der Sound, aber auch im Songmaterial, das gerne mal mit eigenwilligen Synthies untermalt wird, lange Instrumentalparts einwebt und doch ein paar zündende Ideen hat, will nicht so richtig an die Helden heranreichen. Auch dieses Mal ist wieder alles bewusst langsam, langatmig und eben mit apokalyptischer, verzweifelter Atmosphäre ausgestattet. In „Vol. II“ kann man, wenn man sich drauf einlässt, auf jeden Fall versinken, denn die Gitarren-Melodien sind oftmals wirklich stark und interessant. Doch das Gefühl, dass da einfach viel mehr drin gewesen wäre, lässt einen nicht los.

Beim noisigen „LXXX“ wirds richtig fies und teilweise auch anstrengend, ehe man in den zweiten Part übergeht, denn die acht Tracks sind aufgeteilt in zwei Teile mit den Namen „Dagger“ und „Flowers“. Wirklich merklich unterscheiden sich diese Parts aber nicht, dennoch bringt man soweit es mit den Doom-Wurzeln geht, schon genügend Abwechslung rein um über die 45 Minuten spannend zu bleiben. Gefahr herrscht nur, dass es auf die Dauer eben anstrengend wird.

„Vol. II“ soll laut eigenen Aussagen Fans von CONVERGE, SUNN O))), PALLBEARER aber auch BLACK SABBATH (im weitesten Sinne) ansprechen. Schwer zu sagen, ob Fans dieser Größen wirklich Gefallen finden, testen können und sollten diese aber die Norweger vielleicht trotzdem. HEAVE BLOOD AND DIE werden ihre Liebhaber finden, wirklich empfehlen kann ich „Vol. II“ leider so nicht.

www.facebook.com/heavebloodanddie


4 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Plague
2. Harakiri
3. Warsaw
4. LXXX
5. Countercult
6. Wealth Is Nothing
7. Brigade
8. Sinking Ships
Gesamtspielzeit: 44:15

maxomer
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Beitrag vom 17.01.2018
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