ORPHANED LAND - Unsung Prophets & Dead Messiahs
Label: Century Media
Nach fünf Jahren gibt es endlich wieder eine neue Platte von ORPHANED LAND. Die Israelis muss man ja nicht mehr groß vorstellen, denn es gibt kaum einen Ort, wo diese Band noch nicht die Leute mit ihrer orientalisch angehauchten Musik und dem teilweise in Jesus-Optik agierenden Sänger Kobi Farhi begeisterten. Full-Lenght-Album Nummer sechs trägt den Titel „Unsung Prophets & Dead Messiahs“.

Man startet mit einem opulenten Werk namens „The Cave“, in dem alles vorhanden ist, was man sich nur vorstellen kann. Epische Chöre, Symphonisches vom Feinsten und orientalische Elemente in Verbindung mit Metalklängen, verbunden mit vielschichtigem Gesang, ergeben ein mitreißendes Ganzes. Dass nicht nur Hochmelodisches am Programm steht, sondern auch durchaus harter Metal, wird mit dem vergleichsweise aggressiven „We Do Not Resist“ demonstriert. Aber auch für Freunde von sanften Balladen finden sich Lieder wie „In Propaganda“, das mit ruhigeren, cleanen Vocals verzaubert. Eine Besonderheit weist „All Knowing Eye“ auf, wo sich BLIND GUARDIAN-Vocalist Hansi Kürsch gesanglich beteiligt.

In allen Tracks existieren in unterschiedlicher Ausprägung die orientalischen Klänge, die den besonderen Reiz der Musik von ORPHANED LAND ausmachen. Der Song „Yedidi“ zum Beispiel besteht zum Großteil aus dieser traditionellen Musik. Ein besonders mitreißender Track ist das sehnsuchtsvolle „Chains Fall To Gravity“ das so richtig zu Herzen geht. Etwas experimentell ist stellenweise „Take My Hand“, wenn sich die Vocals wie die eines Radiosprechers anhören, und auch das Sirenengeheul beim druckvollen „Only The Dead Have Seen The End Of The War“ mit den aggressiven Growls, holt einen aus der zuvor entstandenen märchenhaften Stimmung in die Realität zurück, die ja gerade in der Heimat von ORPHANED LAND nicht immer gerade friedlich ist. Ebenso ist das abschließende „The Manifest – Epilogue“ von den Lyrics sehr ernsthaft geraten.

Auch bei „Unsung Prophets & Dead Messiahs“ wird der bisher eingeschlagene Weg weitergegangen. Neben schwungvollen Liedern, die zum Mittanzen einladen, finden sich auch durchaus harte Metal-Parts und als Gegenstück weiche Balladen. Vocalist Kobi Farhi lässt alle Facetten seiner Stimme erklingen und passt sie jeweils perfekt der Musik an. Geniale Gitarrenriffs sorgen zusätzlich für Abwechslung, und sind neben den morgenländischen Klängen die Hauptträger im musikalischen Bereich.

www.orphaned-land.com


6 von 7 Punkten

Tracklist:
1. The Cave
2. We Do Not Resist
3. In Propaganda
4. All Knowing Eye
5. Yedidi
6. Chains Fall To Gravity
7. Like Orpheus
8. Poets Of Prophetic Messianism
9. Left Behind
10. My Brother’s Keeper
11. Take My Hand
12. Only The Dead Have Seen The End Of The War
13. The Manifest – Epilogue
Gesamtspielzeit: 63:31

Metalmama
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Beitrag vom 25.01.2018
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