GREAT COLLAPSE - Neither Washington Nor Moscow ... Again
Label: End Hits Records
Thomas Barnett sorgte schon 2001 mit dem Debüt „Change Is A Sound“ seiner Hauptband STRIKE ANYWHERE für Furore und auch die Nachfolgealben brachten melodischen Hardcore Punk mit wütenden politischen Parolen unters Volk. Seine Stimme hat nicht nur großen Wiedererkennungswert sondern er wechselt auch spielerisch zwischen Geshoute und cleanem Gesang und so ist diese auch das Aushängeschild seiner Zweitband GREAT COLLAPSE, bei der er quasi eine Supergroup des melodischen Hardcore Punks zusammengetrommelt hat und (Ex-) Mitglieder von RISE AGAINST, DEATH BY STEREO und SET YOUR GOALS um sich versammelt.

Das 2015 erschienene Album „Holy War“ war dann auch ein mehr als gelungenes Machwerk und wurde auch auf earshot.at mit 5,5 Punkten bedacht. Und auch das aktuelle „Neither Washington Nor Moscow... Again“ steht dem Vorgänger in fast nichts nach. Die Melodien und Refrains sind stimmiger und catchy wie je zuvor. Die Texte sind allerdings nicht mehr so subtil gehalten wie auf der Vorgängerplatte, sondern, wohl auch der momentanen Stimmung in Übersee geschuldet, deutlich mehr straight forward – so heißt es in „Atomic Calendar“: „Nazis, Never Again“. Desweiteren bekommen nicht nur die Rechtsextremen sowie der aktuelle Präsident ihr Fett ab sondern es wird auch gegen Rassismus („Southern Exorcism“), Religon („Meltdown!“) Kolonialismus („Colony Blackout“) die Weltwirtschaft und Kriegstreiberei musiziert. Ein sozialkritischer, wie politscher Rundumschlag also den GREAT COLLAPSE da abliefern, der mit ordentlich Druck und Eingängigkeit aus den Boxen kommt. „Neither Washington Nor Moscow... Again“ macht Laune, erreicht aber nie ganz die Qualität des Vorgängers oder die Brillanz von Bands wie PROPAGHANDI.

Zeitgleich mit der Veröffentlichung des Albums am 26.01.2018 starten GREAT COLLAPSE dann auch eine ausgedehnte Europatour, bei der Gelegenheit sie auch zweimal in Österreich Halt machen, nämlich am 10.02.2018 in Linz im Kultur Gasthaus Auerhahn Linz und am 12.02.2018 im Wiener Neustädter Triebwerk, wo man sich von den berühmt berüchtigten Livequalitäten der Band überzeugen kann.


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5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. A Tale Of Two Cities
2. Who Makes?
3. Atomic Calendar
4. Meltdown!
5. An Injury To One
6. Southern Exorcism
7. Forest For The Trees
8. Colony Blackout
9. Pretty Wreckage
10. Patient Zero Comes Home
11. Escape Velocity
Gesamtspielzeit: 29:46

tsunemoto
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Beitrag vom 25.01.2018
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