AUÐN - Farvegir Fyrndar
Label: Season Of Mist
Mehr und mehr mausert sich Island zu einer Großmacht im Bereich des Black Metals, und immer wieder tauchen neue Bands auf, die auf der ganzen Linie begeistern können. Seit sieben Jahren gehören AUÐN zu dieser Szene, und ich konnte die Isländer zuletzt am Inferno Festival in Oslo erleben, wo sie einen tiefgreifenden Eindruck hinterließen, darum freute ich mich auch schon auf das, mir nun vorliegende zweite Album „Farvegir Fyrndar“.

Intro – wer braucht schon so etwas, wenn man es schafft, von den ersten Takten an die Hörer in den Bann zu ziehen? Genau das trifft auf den Opener „Veröld Hulin“ zu und lässt auch bis zum Ende nicht mehr nach. Durch die eher langsame, aber doch sehr druckvolle Ausrichtung baut sich eine dichte Atmosphäre auf. Angenehm melodische Gitarrenriffs legen sich über den vor sich hinwabernden Klangteppich, und sorgen für die manchmal stärkere, dann wieder sanftere Intensität der Tracks. Auch wenn gelegentlich ganz schön rasant in die Drums gehauen wird, so bleibt doch stets der atmosphärische Eindruck erhalten. Vocalist Hjalti Sveinsson übt sich in den härteren Parts im wüsten Geschrei, die viel Aggressivität ausstrahlen, aber mangels Isländisch-Kenntnissen kann man nicht sagen, ob es gar so böse gemeint ist. Sehr gerne wird auch mit softem Gitarrenspiel gestartet, wie auch bei „Ljósaslæður“, das alle musikalischen Variationen der Isländer in sich trägt, und deshalb ein sehr guter Anspieltipp ist.

Wer gerne in atmosphärischen Black Metal versinkt, der ist bei AUÐN an der richtigen Adresse. Mit der gut durchdachten Mischung aus genialen Gitarrenklängen und sehr kraftvoller, stellenweise auch brutaler Herangehensweise können die Isländer von Anfang bis Ende faszinieren. Also eine rundum gelungene Platte, die in keinem Plattenregal fehlen sollte!

www.facebook.com/audnofficial


6.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Veröld Hulin
2. Lífvana Jörð
3. Haldreipi Hugans
4. Prísund
5. Ljósaslæður
6. Blóðrauð Sól
7. Eilífar Nætur
8. Skuggar
9. Í Hálmstráið Held
Gesamtspielzeit: 49:57

Metalmama
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Beitrag vom 29.01.2018
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