ANVIL - Pounding The Pavement
Label: SPV (Steamhammer)
Wo ANVIL drauf steht, kann man sich zu 100 % sicher sein, dass auch ANVIL drinnen ist. So auch bei ihrem neuesten Werk „Pounding The Pavement“, das die Jungs teilweise mit Crowdfunding finanzierten. Was man nicht alles macht um seine Musik an den Mann oder die Frau zu bringen. Es funktionierte, was für den eisernen Willen der Kanadier und die Treue ihrer Fans spricht, die sich so ein bisschen mit verewigen konnten.

Der erste Blick auf das Cover lädt schon zum Schmunzeln ein, wurde hier eine Gitarre zu einem Presslufthammer umfunktioniert. Wer ANVIL kennt, der weiß, dass Steve „Lips“ Kudlow, Robb Reiner und Chris Robertson ihre Sache mit jede Menge Humor und Augenzwinkern angehen und froh sind, ihren zweiten Frühling feiern zu dürfen.

Und so trifft auf „Pounding The Pavement“ Gitarrensound a la JUDAS PRIEST auf dreckigen MOTÖRHEAD Slang mit typischer ACCEPT Power zusammen- nur etwas kleiner. Die Refrains bleiben wie gewohnt schnell im Ohr hängen, wie es die Spezialität der Jungs ist und die zwölf Songs bolzen sich in Höchstgeschwindigkeit ins Ohr. Der Opener „Bitch In The Box“ klingt schon recht fein, während „Doing What I Want“ die Geschwindigkeit weiter erhöht. Textlich bekommt nicht nur Mr. Trump sein Fett weg sondern auch das Navigationsgerät dürfte nicht die liebste Erfindung der Truppe sein und hier wären wir wieder beim typischen Humor der Kanadier.

“Smash Your Face” erinnert an TWISTED SISTER und auch Sänger Steve „Lips“ klingt etwas wie Dee, was man hier positiv hervorheben sollte und man merkt auf Studioalbum Nummer 17, dass auch gesanglich eine Weiterentwicklung stattfand. „Rock That Shit“ dagegen ist einfach Rock´n´Roll bei dem man ordentlich mitgehen muss, auch wenn man hier textlich eigentlich nur den Kopf schütteln sollte. Oft ist es einfach wichtig Spaß zu haben, als geistige Nahrung zu konsumieren.

Dass ANVIL das Rad nicht neu erfinden und hier nicht unbekannte Höhen erklommen werden ist klar, doch auch wenn nicht alle Nummern hängen bleiben und Durchschnittsware serviert wird, versucht das Trio doch authentisch zu bleiben und ihre Musik mit Freude rüber zu bringen. Und wer den Nordamerikanern schon Mal live beiwohnen durfte, wird genau verstehen was ich meine. ANVIL sind Kult und liefern zwölf Songs für zwischendurch.

de-de.facebook.com/anvilmetal/


4.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Bitch In The Box
2. Ego
3. Doing What I Want
4. Smash Your Face
5. Pounding The Pavement
6. Rock That Shit
7. Let It Go
8. Nanook Of The North
9. Black Smoke
10. World Of Tomorrow
11. Warming Up
12. Don’t Tell Me (bonus Track)
Gesamtspielzeit: 45:26

AndyVanHalen
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Beitrag vom 30.01.2018
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