WHITE WIZZARD - Infernal Overdrive
Label: M-Theory (Membran)
Nachdem WHITE WIZZARD 2013 mit “The Devils Cut” fast in der Belanglosigkeit verschwunden sind, hat sich Bassist Jon Leon jetzt für das vierte Studioalbum an die Anfangszeiten zurückerinnert und für „Infernal Overdirve“ wieder Gründungsmitglied James J. LaRue für die sechs Saiten ins Boot zurückgeholt. Mit Wyatt `Screamin’ Demon` Anderson holte man sich dann auch noch die ursprünglichen Stimmbänder ans Mikro.

Und siehe da, so funktioniert die Sache wieder wie gewohnt. Die Band aus L.A. schnalzt einem neun gewaltige Metal-Songs ins Gesicht die so richtig Spaß machen und den alten NWOBHM so richtig aufleben lassen, aber ohne dabei altbacken oder antiquiert rüberzukommen. Natürlich hört man ihre Affinität zu Bands wie IRON MAIDEN, JUDAS PRIEST und was sonst noch zu damaligen Zeiten auf der Insel entstanden ist, aber gerade das macht das Quartett so hörbar. Bei Nummern wie „Voyage Of The Wolf Raiders“ (mit großer Verbeugung an MAIDEN im Mittelteil) oder beim Opener und Titeltrack (der sehr stark an „Painkiller“ erinnert) läuft mir ein wohliger Schauer über den Rücken. Selten hat man solche Anlehnungen und Verbeugungen an große Bands besser verpackt und trotzdem eigenständig gehört! Woher Anderson seinen Spitznamen „Screamin‘ Demon“ herhat, hört man bei fast jeder der neun Tracks eindrucksvoll und man kann auch sagen, dass er seinem Beinamen alle Ehre macht. Beim letzten Stück mit sage und schreibe 11:03 Minuten Spielzeit (es fallen auch nur vier der neun Songs unter die sechs Minuten Grenze), verbeugt sich die ganze Band dann noch Richtung RAINBOW und Ronnie James Dio.

Alles in allem ein gewaltiges Lebenszeichen von WHITE WIZZARD, das auch mit Sicherheit wieder mehr Aufmerksamkeit erhalten wird als sein Vorgänger! Wer hier nicht das Haupthaar rhythmisch herumwirbelt, dem ist nicht mehr so schnell zu helfen, befürchte ich!

www.facebook.com/WhiteWizzard


6 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Infernal Overdrive
2. Storm The Shores
3. Pretty May
4. Chasing Dragons
5. Voyage Of The Wolf Raiders
6. Critical Mass
7. Cocoon
8. Metamorphosis
9. The Illusions Tears
Gesamtspielzeit:

MadMax
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Beitrag vom 21.02.2018
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