ABIGOR - Höllenzwang (Chronicles Of Perdition)
Label: Avantgarde Music
Black Metal hat in Österreich viele Bands hervorgebracht, aber auch viele wieder zerstört. Am langlebigsten waren eindeutig die Studio-Projekte, und zu denen gehört ABIGOR, die bereits seit einem Vierteljahrhundert schwarzmetallische Schöpfungen auf Platten verewigen. Nun steht bereits das zehnte Full-Lenght-Album mit dem Titel „Höllenzwang (Chronicles Of Perdition)“ in den Startlöchern.

Sobald man die Platte anstartet kommt einem erst einmal ein extrem scheppernder Klangteppich entgegen, und man hat leichte Zweifel, ob vielleicht das Abspielgerät defekt ist. So viel gelebte Aggression kommt einem nicht tagtäglich unter. Dass es auch anders geht, wird bei „Sword Of Silence“ demonstriert, wo auf abwechslungsreichere Riffs gesetzt wird. Allerdings sind auch hier die Growls extrem brutal, werden jedoch von bedrohlichen cleanen Vocals ergänzt. Extrem viele Ecken und Kanten hat „None Before Him“, bei dem das Zuhören zur Herausforderung wird. Vergleichsweise angenehm melodisch, jedoch immer noch knüppelhart ist das nachfolgende „Olden Days“, bei dem die Übergänge zwischen den Rhythmen deutlich fließender sind. Aber meist steht doch pure Gnadenlosigkeit auf dem Programm, die einem mit knallharten Klängen bestialisch in die Ohren geknüppelt wird.

„Höllenzwang“ ist alles andere als leichte Kost! Man muss wirklich ganz schön hartgesotten sein, um dieses Brett an aggressiven Klängen verdauen zu können. Da ich weiß, dass es viele gibt, die genau diese Sorte Black Metal bevorzugen, wird sicher auch dieser Höllenritt seine Freunde finden.

www.abigor.at


4.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. All Hail Darkness And Evil
2. Sword Of Silence
3. Black Death Sathanas (our Lord’s Arrival)
4. The Cold Breath Of Satan
5. None Before Him
6. Olden Days
7. Hymn To The Flaming Void
8. Christ’s Descent Into Hell
9. Ancient Fog Of Evil
Gesamtspielzeit: 36:02

Metalmama
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Beitrag vom 26.02.2018
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