OFDRYKKJA - Irrfärd
Label: Avantgarde Music
Drei Jahre nach dem Debüt-Album gibt es Neues von den schwedischen Depressive Black Metalern OFDRYKKJA, und nach den etwas extravaganten Anfängen war ich schon gespannt, in welche Richtung sich die Schweden bei „Irrfärd“ entwickelt haben.

Mit sanften Gitarrenklängen und Wassergeräuschen wird man auf die Dinge vorbereitet, die da kommen werden. Und die gehen bei „En Vandrares Börda“ auch ähnlich langsam weiter, werden jedoch stetig druckvoller. Nach einer Weile ertönen verzweifelt klingende Vocals in unterschiedlicher Tonhöhe, die zusätzlich für eine bedrückende Atmosphäre sorgen. Sehr gelungene Gitarrenparts sind der Gegenpol zu dieser eher traurigen Stimmung, und haben viel Beruhigendes an sich. Wie bei der Vorgängerplatte gibt es auch hier wieder Songs in Schwedisch und Englisch, und auch innerhalb der einzelnen Tracks wird zwischen diesen Sprachen hin und her gewechselt, wie etwa bei „En Fragmentarisk Resa Genom Tidsrymden“.

Die meisten Tracks strahlen trotz der wirklich deprimierenden Stimmung große Ruhe aus, aber bei „Ungdomssår“ geht es ziemlich experimentell zur Sache, was vor allem an den extrem schreienden und kreischenden Screams von David „Pessimisten“ Jansson liegt, die einem fast das Fürchten lehren. Der totale Gegensatz dazu ist der Abschlusstrack „Beneath A Starlit Sky“, ein mystisches, aufs Minimum beschränktes Musikstück mit hymnischem Chorgesang. Das versöhnt wieder mit dem zuvor Gehörten.

In schlechter psychischer Verfassung sollte man besser nicht sein, wenn man „Irrfärd“ in den Player gibt. Die Musik von OFDRYKKJA ist gleichzeitig deprimierend aber auch schön, und die dichte Atmosphäre ist bis auf einen Track perfekt zum Aussteigen aus der Realität geeignet. Also wenn man nur einfach in langen, melodischen Tracks versinken möchte, dann sollte man durchaus ein Ohr riskieren.

www.facebook.com/Ofdrykkja


5.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Irrfärd
2. En Vandrares Börda
3. Generations Of Hurt
4. En Fragmentarisk Resa Genom Tidsrymden
5. Mother Earth, Devour Me
6. Ungdomssår
7. Beneath A Starlit Sky
Gesamtspielzeit: 61:39

Metalmama
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Beitrag vom 28.02.2018
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