THUNDERMOTHER - Thundermother
Label: Despotz Records
Jede Menge Frauenpower liefern die vier jungen Damen von THUNDERMOTHER mit ihrem klassischen Hard Rock. Viel hat sich bisher getan in der noch recht jungen Geschichte - gegründet 2009 verabschiedeten sich 2017 gleich vier Mitglieder auf einmal aus der Band. Doch Gitarristin Filippa Nässil ließ sich nicht beirren und scharte sofort drei neue Mädels rund um sich, um die Geschichte von THUNDERMOTHER weiter zu erzählen. Erfahrungen durfte man bisher genug sammeln, so am Wacken Open Air oder als Vorband diverser Größen wie W.A.S.P. oder DANKO JONES, was der Entwicklung sicher nicht schadete.

Zwei Jahre sind seit der letzten Erscheinung vergangen und mit „Thundermother“, dem nun dritten und gleichnamigen Album in der Historie, soll nach dem Besetzungswechsel wieder ordentlich durchgestartet werden. Am letztjährigen Masters Of Rock durfte ich den Schwedinnen das erste Mal lauschen und war von der enormen Spielfreude und Power beeindruckt und nun stellte sich die Frage, ob man diese Energie auf CD bannen konnte.

Mit der neuen Dame am Mikro, Guernica Mancini, machte man einen Glücksgriff, denn sie beherrscht sowohl dreckigen Rock, wie auf dem starken Eröffnungstrack „Revival“ oder „Survival Song“, bei dem sie ihr ganzes Stimmvolumen einsetzt, kann es aber auch gefühlvoller, wie bei „Fire In The Rain“. Hier kann man Ähnlichkeiten mit einer gewissen PINK erkennen, die nun ja auch keine schlechte Sängerin ist.

Musikalisch ist der Stil der Nordländerinnen schnell zusammengefasst, man orientiert sich an den 70ern und kann sich als die kleine Schwester von AIRBOURNE bezeichnen, mit einer Prise Blues gewürzt. Die Songs gehen schnell ins Ohr, sind mit knapp über drei Minuten recht kurzweilig, bleiben aber auf Dauer nur schwer hängen.

THUNDERMOTHER setzen auf eingängige Refrains, die bei so manchem Song jedoch zu viel des Guten sind, so bei „We Fight For Rock“, dass mit seiner tausendmal besungenen Thematik wohl keinen mehr vom Hocker reißt und nach zig Wiederholungen nervt. Besser funktionieren da „Quitter“ mit seinen flotten Riffs und seiner dreckigen Attitüde und „The Original Sin“, das vor Kraft strotzt.

Zusammenfassend sind THUNDERMOTHER eine sehr talentierte junge Truppe mit einigen netten Songs und Ideen auf Album Nummer drei, die sicher ihren Weg gehen wird, aber solch drastische Besetzungswechsel sind sehr gewagt. Man wird sehen ob sich nun die Richtigen gefunden haben.

www.thundermother.com


4.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Revival
2. Whatever
3. Survival Song
4. Racing On Mainstreet
5. Fire In The Rain
6. Hanging At My Door
7. Rip Your Heart Out
8. Original Sin
9. Quitter
10. We Fight For Rock’n’roll
11. Follow Your Heart
12. Children Of The Rampage
Gesamtspielzeit: 38:27

AndyVanHalen
Weitere Beiträge von AndyVanHalen

Weitere Beiträge über THUNDERMOTHER


CD-Bewertung
0 Stimmen [LESERCHARTS]
Deine Bewertung:
  



War diese Kritik hilfreich?
0 Stimmen
Deine Bewertung:
  


Beitrag vom 06.03.2018
Zurück


Diesen Beitrag per E - Mail verschicken:
An:
Von:
Kommentar: