POP EVIL - Pop Evil
Label: eOne
Einst sah es für POP EVIL so aus, als hätten wir hier die neuen ganz großen Shooting-Stars des Alternative Metal, dank ihres Albums „Onyx“ und vor allem der Single „Trenches“, die einschlug wie eine Bombe. Aber auch ansonsten war das Album vollgepackt mit Hits und Hymnen. Das Folgealbum „Up“ ernüchterte dann aber doch mit zahlreichen Experimenten, fehlenden Hitkandidaten und einer gewissen Orientierungslosigkeit.

Nun folgt das sechste und selbstbetitelte Album „Pop Evil“ dessen Vorbote und Opener „Waking Lions“ schon Lust auf mehr machte. Leigh Kakaty und seine Jungs tönten noch nie so heavy und auch ein gewisses Hitpotential ist hier schon gegeben. Gespannt legte ich das neue Werk ein und fragte mich, ob man an die Glanztaten von „Onyx“ anschließen kann. „Colors Bleed“ vermag diese Frage noch nicht wirklich zu beantworten. Auch hier heavy Riffing, groovende Rhythmen, dafür aber recht moderne halbgesprochene Vocals und ein recht zerfahrener Refrain, der nicht zünden will. Auch das experimentelle „Ex Machina“ verschreckt erst etwas, kann im Chorus dann doch wieder etwas Boden gut machen.

Kakaty zeigt dafür aber eine große stimmliche Bandbreite. Schon bei „Waking Lions“ geht er von motivierten, heavy Gesängen bis hin zu gefühlvollen Ausflügen, aber auch Rap- und New Metal Einlagen gibt es immer wieder. Das resultiert dann aber auch Rap-Songs wie „Art Of War“ oder in die gewöhnungsbedürftige R´n`B Nummer „A Crime To Remember“. Mutig, gut umgesetzt, aber einfach nicht mein Fall. Das hymnische, etwas an ALTER BRIDGE erinnernde „God´s Dam“ gefällt mir dann schon besser, ebenso wie der leichte Country-Einschlag in „Be Legendary“ und das ruhiger ausgefallene „When We Were Young“ funktioniert ganz gut, und dürfte auch im Radio gespielt werden. „Birds Of Prey“ geht auch nur als solide durch, während „Rewind“ zum Schluss nochmal mit Emotionen und starkem Gesang punkten kann.

„Pop Evil“ soll laut Bandaussage den „Evil“ Part in den Vordergrund stellen und somit heavier daher kommen, was sich aber in der zweiten Hälfte des Albums wieder fast komplett verliert. Vielleicht mag das sechste Werk eine Mischung aus „Up“ und „Onyx“ sein, verpasst es dabei aber erneut die Qualität des Referenzwerkes auch nur annähernd zu erreichen. Einzig die erwähnte Single vermag in der Liga spielen, beim Rest können Fans, denen „Up“ gefiel bedenkenlos zugreifen, der Rest geht probehören.

popevil.com


4.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Waking Lions
2. Colors Bleed
3. Ex Machina
4. Art Of War
5. Be Legendary
6. Nothing But Thieves
7. A Crime To Remember
8. God´s Dam
9. When We Were Young
10. Birds Of Prey
11. Rewind
Gesamtspielzeit: 44:10

maxomer
Weitere Beiträge von maxomer

Weitere Beiträge über POP EVIL


CD-Bewertung
0 Stimmen [LESERCHARTS]
Deine Bewertung:
  



War diese Kritik hilfreich?
0 Stimmen
Deine Bewertung:
  


Beitrag vom 16.03.2018
Zurück


Diesen Beitrag per E - Mail verschicken:
An:
Von:
Kommentar: