AXEL RUDI PELL - Knights Call
Label: SPV (Steamhammer)
AXEL RUDI PELL aus Bochum ist mit seinen Mannen retour und begibt sich auf seine bereits 17. Studioreise ins Reich des mystisch und mittelalterlich angehauchten Hardrocks. Seit über drei Jahrzehnten macht und veröffentlicht PELL mittlerweile seine Musik und er hat nach eigenen Aussagen keine Lust damit aufzuhören. Er bleibt seinem Stil seit Beginn treu, speziell ab 1989, als er „Wild Obsession“ mit unter seinem Namen gegründeten neuen Band veröffentlichte. Damit begann ein neuer Abschnitt in seinem Leben und bis zum heutigen Tag will der 57-jährige auch nicht wirklich Großes daran ändern. Steht im zu und machen natürlich viele andere Bands auch so, aber hier klingt alles wie zig Mal gehört und jeder Riff und Refrain kommt einem wie widergekäut vor.

Nach einem kurzen mittelalterlichen Intro startet der Reigen mit „The Wild And The Young“ schnell und powervoll und wird von „Wildest Dream“ dann standesgemäß abgelöst. Axel lässt die sechs Saiten wie gewohnt perfekt erklingen und Johnny Gioeli gönnt seinen Stimmbändern keine Pause. Aber trotzdem hat man bei jeder Nummer den Eindruck, PELL kopiert sich ständig selber oder kupfert bei anderen ab. Es kommt nie das Gefühl auf, man hört jetzt gänzlich was Neues. Auch bei der Titelgebung der einzelnen Tracks hat wohl die Kopiermaschine ihr Bestes gegeben: „Long Live Rock“, „Wildest Dreams“ oder „The Crusaders Of Doom“ zeugen jetzt nicht wirklich von Innovation. Bei „Tower Of Babylon“ kommt einem nicht nur eine im Titel versteckte RAINBOW-Anspielung in den Sinn, sondern man wird beim Anhören stark an „Stargazer“ erinnert. Speziell am Ende des Tracks schickt sich Sänger Gioeli an, nicht nur wie seit seinem Einstieg, beide Vorgängern Rock und Soto das Wasser stimmlich zu reichen, hier ahmt er auch noch RONNIE JAMES DIO nach.

Alles in allem ist dieses Studioalbum nicht schlechter geworden, als die 16 davor, aber hat man eine von PELLS Scheiben, hat man sie alle. Und zwischen den „Neuen“ gibt’s ja auch noch zahlreiche Compilations und „Best Of´s“. Für den Die Hard-Fans auf jeden Fall ein Muss, für Neuzugänge mit Sicherheit auch kein Fehlgriff. Da könnte einem Schlimmeres passieren!

www.axel-rudi-pell.de


5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. The Medieval Overture
2. The Wild And The Young
3. Wildest Dreams
4. Long Live Rock
5. The Crusaders Of Doom
6. Truth And Lies
7. Beyond The Light
8. Slaves On The Run
9. Follow The Sun
10. Tower Of Babylon
Gesamtspielzeit:

MadMax
Weitere Beiträge von MadMax

Weitere Beiträge über AXEL RUDI PELL


CD-Bewertung
0 Stimmen [LESERCHARTS]
Deine Bewertung:
  



War diese Kritik hilfreich?
0 Stimmen
Deine Bewertung:
  


Beitrag vom 26.03.2018
Zurück


Diesen Beitrag per E - Mail verschicken:
An:
Von:
Kommentar: