SHADOWKEEP - Shadowkeep
Label: Pure Steel Records
Die Herren von SHADOWKEEP aus England sind beziehungsweise waren um die Jahrtausendwende eine Bank in Sachen US-Metal. Nach dem letzten Release „The Hourglass Effect“ aus dem Jahr 2008 war es dann plötzlich ruhig um die Briten. Zahlreiche Umbesetzungen und weitere Schwierigkeiten plagten die Band seit jeher, doch nun melden sich die Herren mit niemand geringerem als James Rivera, der unter anderem für HELSTAR, VICIOUS RUMORS, FLOTSAM AND JETSAM oder MALICE arbeitete, zurück.

Zehn Jahre lang mussten die Fans auf die nun selbstbetitelte neue Platte warten, doch das hat sich auf jeden Fall gelohnt. SHADOWKEEP erfüllen hier alle Anforderungen und Klischees an eine anständige US-Metal Platte. Authentische Riffs, hohe, gezogene Screams und heavy Rhythmen prägen das Album. Klar tönen die Briten mit dem neuen Fronter nun noch klassischer nach dem genannten Genre und Querverweise zu QUEENSRYCHE oder CRIMSON GLORY sucht man nun vergebens. Vielmehr kann man nun die genannten Truppen von Rivera als Anhaltspunkt nehmen. Auch den nötigen Pathos bringen SHADOWKEEP mit und liefern hier ein paar gelungene Hymnen, die sich meist irgendwo im Mid-Tempo bewegen, aber gerne auch noch gemächlicher und getragen präsentieren, wie das überlange Highlight „Flight Across The Sands“ zeigt. Etwas sperrige, vertrackte, aber gelungene Riffs gibt es zunächst in „Horse Of War“, bei dem James fast an alte Glanztaten von Bruce Dickinson erinnert. Auch hier ist der true´e Refrain wieder aller erste Güte.

Klar, gewöhnungsbedürftig ist diese Umbesetzung auf jeden Fall für Fans der Band, denn Rivera hat ganz andere Ansätze als seine Vorgänger Richie Wicks und Rogue Marechel, doch da man auf instrumentaler Seite die Besetzung des nun zehn Jahre alten Vorgängers „The Hourglass Effect“ zusammentrommeln konnte, sind die Trademarks von SHADOWKEEP auf jeden Fall erhalten geblieben. Skeptiker können sich ja davon, dass die Kombination durchaus harmoniert und Großes erschaffen kann, bei der Akustik-Ballade „Little Lion“ überzeugen. Dagegen steht dann „Angels And Omens“, bei der er fast durchgehend mit hoher Tim „Ripper“ Owens Stimme brüllt.

SHADOWKEEP sind zurück und das mit einem wirklich starken Album, das sowohl die Tradition der Band weiterführt, als auch neue Akzente setzt. Vor allem der neue Sänger hat sich hier mühelos beweisen können. Ob das jedem Fan auch wirklich schmeckt, wird sich wohl erst herausstellen, aber der Neustart der Briten ist definitiv gelungen.

www.theswordofficial.com


5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Atlantis
2. Guardian Of The Sea
3. Flight Across The Sand
4. Horse Of War
5. Little Lion
6. Angels And Omens
7. Isolation
8. Never Forgotten
9. The Sword Of Damocles
10. Immortal Drifter
11. Minotaur
Gesamtspielzeit: 55:11

maxomer
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Beitrag vom 02.04.2018
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