AURI - Auri
Label: Nuclear Blast
Was macht ein Vollblutmusiker, wenn seine Hauptband pausiert? Im Falle von NIGHTWISH-Mastermind Tuomas Holopainen ist es ein neues Musik-Projekt namens AURI, in dem er sich den Folk-Klängen widmet. Dafür engagierte er seine Ehefrau, die finnische Popsängerin Johanna Kurkela, und seinen NIGHTWISH-Mitstreiter, den Multiinstrumentalisten Troy Donockley. Klingt spannend, und hoffentlich ist es das Debüt „Auri“ auch.

Von Anfang an wird man von ruhigen, symphonischen Klängen umfangen, die gelegentlich von Troy Donockley mit unterschiedlichen Sackpfeifentönen ergänzt werden, was der Sache stellenweise einen sehr folkigen Charakter verleiht. Manchmal liegt, wie etwa bei „Skeleton Tree“, mehr der Fokus auf diesen Klängen, dann treten diese wieder hinter den Keyboard-Kreationen von Tuomas Holopainen zurück, sind jedoch stets präsent. Über all dem thront die angenehme und sehr klare Stimme von Johanna Kurkela, die damit schlichtweg zu verzaubern mag. Aber nicht immer singt Johanna alleine, bei „Desert Flower“ erhält sie männliche Unterstützung, wodurch ein sehr stimmiges Duett entsteht. Sehr mystisch geraten ist „Savant“, wo sich Johanna gesanglich sehr zurücknimmt, und die üppigen Klangwelten das Kommando übernehmen. Allerdings stört der männliche Sprechgesang gegen Ende hin das besondere Flair, das jedoch beim nachfolgenden „Underthing Solstice“ sehr schnell wiederaufersteht, das im Plätschern eines Baches sein Ende findet. Der Abschlusstrack „Them Thar Chanterelles“ startet sehr langsam, entwickelt sich dann aber zu einem richtig flotten Tanzlied.

AURI haben abgesehen von der Besetzung mit NIGHTWISH sehr wenig zu tun. AURI und ihre Sängerin gehen die Sache um Welten ruhiger an. Troy und sein Pfeifeninstrumentarium sorgen für den keltischen Touch, und Tuomas für die symphonische Seite. Das Ergebnis kann sich durchaus hören lassen, und Freude der softeren Klänge sollten auf jeden Fall ein Ohr riskieren.

www.facebook.com/AuriProject


6 von 7 Punkten

Tracklist:
1. The Space Between
2. I Hope Your World Is Kind
3. Skeleton Tree
4. Desert Flower
5. Night 13
6. See
7. The Name Of The Wind
8. Aphrodite Rising
9. Savant
10. Underthing Solstice
11. Them Thar Chanterelles
Gesamtspielzeit: 56:00

Metalmama
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Beitrag vom 06.04.2018
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