KAMELOT - The Shadow Theory
Label: Napalm Records
Drei Jahre nach dem großartigen „Haven” öffnet KAMELOT wieder seine Türen und bittet zum Tanz. In „The Shadow Theory“ dreht sich laut Band das Ganze um drei Schlüsselelemente: „The Shadow Empire“ (der globale Bewusstseinszustand), „The Shadow Key“ (der Widerstand) und „The Shadow Wall“ (der Schleier, der zwischen uns und der Wahrheit liegt). Eine dystopische Gesellschaft und ein übermächtiges Imperium als Spiegel unserer Realität. Das die Latte hoch liegt nach dem letzten Werk ist allen bewusst und so war man schon gespannt, ob die Band die Erwartungen auch dieses Mal erfüllen kann.

Und schon kurz nach dem Intro und den ersten Takten von „Phantom Divine (Shadow Empire)“, weiß man wo man zuhause ist. Alles hat hier einen großen Wiedererkennungswert und seit dem Ausscheiden von Sänger Roy Kahn hält man das Level ziemlich gleichbleibend, was man ab „Ghost Story“ und dem Nachfolger „Poetry For The Poisoned“ eher vermisst hat. Mit Sänger Tommy Karevik wehte ab „Silverthorn“ ein anderer Wind über die Burgzinnen und man kann sagen, es gibt nur wenige Bands die einen Sängerwechsel dermaßen gut verkraftet haben oder besser gesagt sich dann wieder um einiges steigern konnten, wie im Falle von KAMELOT. Und auf dem neuen Album befindet sich mit „Ravenlight“ der erste Song, den der Sänger alleine geschrieben hat. Hört man auch, da die Stimme und das Gefühl mehr im Vordergrund steht als das Doublebass-Getrommle, dass sonst so vorherrscht, wie bei „Kevlar Skin“ zum Beispiel. Weibliche Unterstützung hat man sich in Form von Jennifer Haben (BEYOND THE BLACK) bei „In Twilight Hours“, einer sehr schönen und schmertriefenden Ballade, geholt. Das weibliche Gegröhle hingegen kommt von Lauren Hart (ONCE HUMAN) in den Songs „Mindfall Remedy“ und „Phantom Divine (Shadow Empire)“ und ich frage mich, wer diese Growlparts wirklich braucht? Hat zwar damals bei „March Of Mephisto“ zu „Black Halos“–Zeiten funktioniert (und da kam es vom DIMMU BORGIR Sänger Shagrath), aber jetzt nervt es eigentlich nur mehr, dass man irgendeine Sängerin wie einen alten Teekessel röcheln lässt. Das andere Extrem dazu findet man beim fünften Track „Burns To Embrace“. Der Song der eigentlich eher die Heavy-Schiene bedient, klingt am Ende mit einem Kinderchor aus und gibt ihn fast der Lächerlichkeit preis. Mit „Stories Unheard“, „Vespertine (My Crimson Bride)“ und „The Proud And The Broken” besinnt sich die Band dann wieder auf das für was sie steht: Epic Power Metal mit fantastischen Gesangspartien.

Im Großen und Ganzen hält das neue Album das Level der beiden Vorgängeralben mit Karevik als Sänger, aber bietet dennoch wenig Abwechslung und Überraschungen an. Dem eingefleischten Fan wird’s trotzdem gut gefallen.

www.kamelot.com


5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. The Mission
2. Phantom Divine (Shadow Empire)
3. Ravenlight
4. Amnesiac
5. Burns To Embrace
6. In Twilight Hours
7. Kevlar Skin
8. Static
9. Mindfall Remedy
10. Stories Unheard
11. Vespertine (My Crimson Bride)
12. The Proud And The Broken
13. Ministrium (Shadow Key)
Gesamtspielzeit: 52:13

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Beitrag vom 18.05.2018
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