ARCHITECTS OF CHAOZ - (R)evolution
Label: Metalville
Die deutschen Newcomer machten vor ein paar Jahren einen klugen Marketing-Schachzug, indem sie den einstigen IRON MAIDEN Fronter Paul Di´Anno für ihr Debüt engagierten. Herausgekommen ist dabei mit „The League Of Shadows“ ein durchaus anständiges Album zwischen Heavy Metal und Biker-Rock. Dass das aber nicht lange halten kann, war irgendwie abzusehen und so übernimmt nun für das zweite Werk ein gewisser Italiener namens Titta Tani, der bisher für DGM, ASTRA oder VIRTUAL MIND tätig war. Leider lief das Ganze aber ziemlich unschön ab, denn Paul zerstritt sich mit der Band und drohte sogar sich die Rechte am Bandnamen und dem Material einzuverleiben, passiert ist das aber zum Glück nicht.

So tönen die Architekten nun moderner und melodischer als noch auf dem Debüt, bleiben sich im Grunde aber treu und schaffen es aber vor allem durch die Stimme von Titta, der doch eine gewaltig größere Stimmbandbreite mitbringt, vielfältiger zu agieren. Von straighten Krachern über treibende Hymnen bis hin zu flotten Double-Bass Bangern ist hier alles mit dabei – nur für Balladen und Kitsch ist auf „(R)evoltion“ kaum Platz. Dafür gibt es mit dem düsteren „A Clarity Of Darkness“ sogar einen kleinen Epos mit verschiedensten Facetten und Stimmungen. Das meiste geht auch gut ins Ohr, man darf immer mal wieder mitsingen und zum Headbangen ist das Material sowieso prädestiniert. Zum Schluss gibt es mit „The Pulse Of The Sun“ dann doch ein paar emotionale Komponenten, aber auch dieser Track tönt heavy und erinnert teilweise, wie so manch andere Nummer auf „(R)evolution“, als wäre sie von PANTERA inspiriert. Auch abseits der Musik gibt man sich vielseitiger und tiefgründiger, denn die Bandbreite bei den Texten ist mit Selbstreflexion, Endzeit-Themen, Sozialkritik und Politik überraschend enorm für ein Heavy Metal Album.

Die ARCHITECTS OF CHAOZ haben das Chaos mit dem Sänger hinter sich gelassen und können mit „(R)evolution“ dem starken Debüt mühelos eins draufsetzen und empfiehlt sich daher uneingeschränkt für Freunde des moderneren Heavy Metals.

www.architectsofchaoz.de


5.5 von 7 Punkten

Tracklist:
1. Rise
2. Dead Again
3. Hitman
4. A Moment Of Clarity
5. All Play Dead
6. Century Of Cancer
7. Into The Fire
8. Hollow Years
9. Pressure
10. Farewell
11. No Way Out
12. Bloodrain Falls
13. The Pulse Of The Sun
Gesamtspielzeit: 62:12

maxomer
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Beitrag vom 01.06.2018
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