KILLSWITCH ENGAGE - Disarm The Descent
KILLSWITCH ENGAGE
Disarm The Descent
(NWOAHM)

 


Label: Roadrunner Records
Format: (LP)

Release: 02.04.2013


„Protect me
From the hell that burns inside me
No one can see
This is the hell in me“The Hell In Me

Als ich hörte, dass Howard Jones nach über 10 Jahren KILLSWITCH ENGAGE verlässt, war mein erster Gedanke: „Holt Jesse Leach zurück!“ – tja und so war es dann auch und die Freude war groß. Und da geht es nicht nur mir so, denn seit seinem Ausstieg, ging es zwar vom Erfolg her Bergauf, doch ein „Alive Or Just Breathing“ erreichte man beim besten Willen nicht mehr. Mit „Disarm The Descent“ melden sich KSE also fast im Original-LineUp wieder zurück und die Spannung ist enorm.

Bassist Mike D´Antonia versprach uns einen Jesse in Höchstform. Klar, das war ja auch die einzige Befürchtung, denn er stieg ja damals wegen stimmlichen Problemen aus. Jesse trainierte und entwickelte sich weiter und erweiterte sein so schon enormes Sortiment nochmal weiter. Egal ob Screams, Growls, Grunts oder cleane Vocals, hier sitzt einfach alles. Zwar sind die Opener „The Hell In Me“ und „Beyond The Flames“ noch relativ unspektakulär, doch die Grunzattacken und das brutale Riffing im ersten Song gefallen schon gut und man erkennt bald die Mischung aus Brutalität und Melodie, die KSE immer schon so groß gemacht haben. Nun haben sie diese Verbindung nun perfektioniert.

Das erste Highlight bzw. Doppelpack folgt aber sogleich. „New Awekaning“ prescht stampfend nach vorne, bietet richtig geile Riffs von Adam Dutkiewicz und Joel Stroetzel und lässt den geneigten Banger gleich die Matte schütteln. Jesse brüllt sich die Seele aus dem Leib, es gibt eine coole Bridge und einen grenzgenialen Refrain. Brutalität und Gefühl gehen hier Hand in Hand. Der Song könnte das neue „My Last Serenade“ werden, aber das wird sich erst zeigen. „In Due Time“ ist ja bereits von Youtube bekannt und stellt einen der eingängigeren Songs des Albums dar. Mit leicht poppigem Refrain geht dieser natürlich schnell ins Ohr. Fette Growls und KSE-Trademark-Riffs gibts natürlich trotzdem und auch Schlagwerker Justin Foley gibt sein Bestes und lässt auch hier gerne mal die Doublebass durchrattern.

Sucht ihr auf „Disarm The Descent“ einen Schwachpunkt? Da könnt ihr lange suchen, denn das Teil hat zwar nur eine Handvoll ganz große Highlights, aber einen Durchhänger kann ich beim besten Willen nicht ausmachen. KILLSWITCH ENGAGE haben es geschafft, endlich die alte Brutalität der ersten beiden Alben zurückzuholen, aber auch die Melodieverliebtheit der letzten Werke nicht zu verlieren. Ein Beispiel dafür zu finden ist schwer, denn alle Songs schaffen diese wunderbare Fusion – mal mehr, mal weniger, aber immer in der richtigen Mischung. „The Call“ prügelt fast durchgehend und lässt die melodischen Leads eher im Hintergrund, während „The Turning Point“ wieder mit eingängiger Gitarrenarbeit auftrumpft. Einzig aus der Reihe fallend kommt „Always“ als starke Power Ballade daher. KSE waren aber eh schon immer für eine Überraschung gut.

So, sie sind wieder da, und KILLSWITCH ENGAGE haben schon über eine Dekade nicht mehr so nach sich selbst geklungen wie auf „Disarm The Descent“. Zwar kommt man an das anfangs genannte Meisterwerk noch nicht ran, aber das ist ja sowieso fast ein Ding der Unmöglichkeit.


Tracklist „Disarm The Descent“:
1. The Hell In Me
2. Beyond The Flames
3. New Awakening
4. In Due Time
5. A Tribute To The Fallen
6. The Turning Point
7. All That We Have
8. You Don´t Bleed For Me
9. The Call
10. No End In Sight
11. Always
12. Time Will Not Remain
Gesamtspielzeit: 40:40


www.killswitchengage.com

 

KILLSWITCH ENGAGE - Atonement
KILLSWITCH ENGAGE – Disarm The Descent
LineUp:
Jesse Leach
Adam Dutkiewicz
Mike D'Antonio
Joel Stroetzel
Justin Foley
9.5
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