REBELLION - We The People
REBELLION
We Are The People
(Heavy Metal)

 


Label: Massacre Records
Format: (LP)

Release: 23.07.2021


Geschichtsunterricht mit REBELLION; so oder so ähnlich könnte man die neueste Veröffentlichung der Deutschen zusammenfassen. Pünktlich zum 20-jährigen Bandjubiläum erscheint „We Are The People“ in gewohntem zwei bis drei jährigem Rhythmus und befasst sich mit dem Thema Krieg in seinen verschiedensten Formen.

Auf das gesprochene einminütige Intro „Voices Of War“ folgen elf weitere Songs, die sich Geschichtlich zwischen der Französischen Revolution, Ende des 18. Jahrhunderts und dem Zweiten Weltkrieg bewegen. Es handelt sich bei „We Are The People“ um ein Konzeptalbum, dass man bisher von Sänger Michael Seifert und seinen Kollegen in dieser Form nicht kannte, auch wenn man bereits lose Konzepte über Wikinger und die nordische Mythologie lieferte.

Musikalisch bewegt man sich in gewohntem Terrain – knallharter Teutonen-Power-Metal mit vielen ausufernden Riffs. Auch das Band Karussell drehte sich in den letzten Jahren munter, so verließen nicht nur die beiden Gitarristen Oliver Geibig und Stephan Karu die Band, sondern auch Schlagzeuger Tommy Telkemeyer kehrte REBELLION den Rücken. Doch wie das so üblich ist in der Branche, war Ersatz schnell gefunden.

Bei „Risorgimento“ ertönt dann das erste Mal das Organ von Michael Seifert. In gewohnter Härte rotzt der Mann mit der kräftigen Stimme die Vocals nur so raus. Feiner Mittelteil, bei dem die Gitarren nur so glühen. Apropos Äxte, für die Nummer „World War II“ holte man sich genau an dieser Position Verstärkung. Niemand geringerer als Uwe Lulis, der einst REBELLION mitbegründete, zuvor bei GRAVE DIGGER aktiv war und nun bei ACCEPT arbeitet, verfeinert diesen Stampfer persönlich. Auch der Text des Songs stammt aus der Feder des Gitarristen. „Sweet Dreams“ beginnt mit dem Geräusch von marschierenden Soldaten und kann wohl als der gemächlichste Song bezeichnet werden. Ganz langsam wird hier der fast psychedelische Refrain intoniert, der dann an den Kollegen Marylin Manson mit der gleichnamigen Nummer erinnert.

„Gods Of War“ ist dann klassischer Heavy Metal und die wohl am leichtesten verdaubare Nummer mit fettem Drum-Mittelteil, währen „We Are The People“ mit seinem Positiven Blick in die Zukunft, zumindest textlich für Hoffnung sorgt.

Bei „Vaterland“ kommen dann das erste Mal Zweifel auf. Von Beginn an will der Song nicht zünden und der in Deutsch vorgetragene Refrain mit der Melodie der deutschen Nationalhymne wird auch nach mehrmaligem Durchhören nicht besser. „Verdun“ beginnt mit Kriegsgeräuschen und französischen Radio-Einspielungen, ehe eine weiterer düsterer, fast schwerfälliger Song aus den Boxen dröhnt. Gute Laune Musik sieht anders aus.

Die Botschaft, dass Nationalsozialismus und Rassismus zu vielen Kriegen führte und man es im 21 Jahrhundert besser wissen sollte, ist Lobenswert und kann man den Jungs aus good old Germany nur hoch anrechnen. Doch musikalisch hält sich die Abwechslung in Grenzen und wer an Depressionen leidet sollte einen großen Bogen um „We Are The People“ machen. Fans von REBELLION bekommen aber genau das, was sie auch erwarten.


Tracklist “We Are The People”:
1. Voices Of War
2. Risorgimento (Tear Down The Walls)
3. Liberté
4. Égalité
5. Fraternité
6. Sweet Dreams
7. Vaterland
8. Verdun
9. Ashes To Light
10. Gods Of War
11. Shoa (It Could Have Been Me)
12. World War II
13. All In Ruins
14. We Are The People
Gesamtspielzeit: 54:04


www.rebellion-metal.com

 

REBELLION - Kündigen neue Platte an
REBELLION – We The People
LineUp:
Michael Seifert
Tomi Göttlich
Martin Giemza
Fabrizio Costantino
Sven Tost
6
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