
Death Throes Of A Drowning God
(Blackened Death Metal | Doom)
Label: DIY
Format: (LP)
Release: 23.01.2026
Also ich war ja schon ein paar Male unter der Meeresoberfläche, aber die Reise, auf die uns das österreichische Gespann GUYOÐ in die Tiefen des Ozeans mitnimmt, ist eine ganz andere Nummer.
Mit einem wüsten, aber trotzdem durchdachten Mix aus Black, Death und Doom, entführen die vier Herren, die schon Erfahrung in Truppen wie DARKFALL, LEHM oder NECIFIER sammelten, in atmosphärische, wie brutale Klangwelten. Vier Songs, eingerahmt in kurze Drone-Tracks, die zum Verschnaufen dienen, entführen immer weiter in die Abgründe des Ozeans. In die Seele starren wollen die Steirer mit „A Thousand Invisible Eyes“, ein Stück, das mit Black Metal Extremen spielt, dabei aber doomige Riffs, drückende Rhythmen und Vocals zwischen Screams und Growls bietet. Hoffnungsloses Düsteres trifft auf eindringliche Melodien und progressive Arrangements, sodass man nie weiß, was als nächstes passiert, aber nie überfordert wird. „Behind The Walls Of Ice“ ist theatralischer ausgefallen. Verzerrte Gitarrenwände, hypnotische Riffs, alles niederwalzende Rhythmen und immer wieder wüste Attacken aus Black- und Death begegnen uns hier in der immer kälter werdenden Tiefe.
Der Sound bleibt undergroundig, aber zur Schwelle der Oberwelt und passt perfekt zum Material, denn dieser unterstreicht die Finsternis und trägt zum fesselnden Klangerlebnis bei. Dieses geht nach erneuten Interferenzen des Intermezzos „Signal 14721“ weiter. Zunächst kommen mehr Death Metal Elemente zum Zug, doch dann rufen erneut die 90er Skandinaviens. Fiese, heißere Screams aus der Ferne durchdringen die BlastBeat Wände, aber auch gurgelnder Todesblei schimmert immer wieder durch, während sich die Riffs erneut immer wieder doomig fies nach vorne walzen und den 6-Minüter zwar zäh, aber nie langweilig erscheinen lassen. Atmosphärisch mit Orgelklängen wird es dann zunächst in den Untiefen mit „Hestia Drowning“, aber auch dann wird nochmal kompromisslos, aber mit Fingerspitzengefühl geknüppelt, nur um dann wieder atmosphärische Doom-Klanglandschaften zu erzeugen.
GUYOÐ ist ein spannender Act, der mit „Death Throes Of A Drowning God“ den Untergrund nach ihrem 2023er Debüt „Heart Of The Abyss“ den Underground und Meeresgrund ordentlich aufwirbeln werden.
Tracklist „Death Throes Of A Drowning God“:
1. Signal 00347
2. A Thousand Invisible Eyes
3. Signal 05575
4. Behind Walls Of Ice
5. Signal 14721
6. Vortex Of Infinite Despair
7. Hestia Drowning
8. Signal 79357
Gesamtspielzeit: –
Band-Links:
