
Eons Of Obscenity
(Brutal Death Metal)
Label: Century Media
Format: (LP)
Release: 30.01.2026
Der Vierer aus Texas von STABBING präsentiert uns nach knapp vier Jahren Wartens den nächsten Teil ihrer Schlachtplatte. Einen anderen Begriff für das zweite Album der jungen Amerikaner zu finden ist in dem Fall schwer bis unmöglich.
Das Album wühlt sich sinngemäß auf knapp 30 Minuten und elf Songs durch allerlei Gedärme und anderes Gore infiziertes Zeugs. Brutal Death Metal ist an sich schon recht schwer verdauliche Kost, selbst für Fans des Oldschool Death Metals oder gar neuerer Klänge. Aber STABBING auf ganzer Albumlänge zu hören ist nicht ganz ohne.
Das technische Können der vier jungen Musiker*innen aus Austin steht komplett außer Frage sowie auch ihre Hingabe für die extremste Form des Death Metals. Aber Fakt ist einfach, dass sich die elf Songs in ihrer absolut chaotisch und wild alles zertrümmernden Art gleichen. Was anfangs noch satt und unendlich brutal wirkt, zerfließt mehr und mehr zu einem Soundbrei von wummerndem Schlagzeug im Highspeed Tempo und unendlich tief gestimmten Gitarren, denen man irgendwann einfach nicht mehr folgen möchte.
Der Groove ist teils tatsächlich auch da und immer wieder nickt der Kopf automatisch mit, aber es kommt mit der Zeit einfach zu einer gewissen Ermüdung, was das Gehörte betrifft.
Definitiv positiv herausgestellt werden sollte jedoch die Leistung von Bridget Lynch am Mikro. Dass sich eine Frau derartige Geräusche aus dem Leib quetschen und würgen kann ist aller Ehren wert und macht das Ganze dann doch eine Spur cooler.
Ansonsten muss einfach gesagt werden, dass es wohl neue Vertreter des Brutal Death Metal gibt, die wie am Beispiel von SANGUISUGABOGG und 200 STAB WOUNDS ihre Sache doch um ein Vielfaches akzentuierter und interessanter gestalten als die vier Texaner von STABBING.
Autor: Michael Wimmer
Tracklist „Eons Of Obscenity“:
1. Rotting Eternal
2. Inhuman Torture Chamber
3. Masticate the Subdued
4. Eon of Obscenity
5. Reborn to Kill Once More
6. Ruminations
7. Nauseating Composition
8. Their Melted Remains
9. Sonoluminescent Hemoglobinopathy
10. Symphony of Absurdity
11. Sinking into Catatonic Reality
Gesamtspielzeit: 30:53
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