WILDHUNT - Aletheia
WILDHUNT
Aletheia
(Thrash Metal)

 


Label: Jawbreaker Records
Format: (LP)

Release: 02.01.2026


In den letzten zehn Jahren war es was Veröffentlichungen angeht ziemlich still um die Kärntner WILDHUNT. Außer ein paar Samplerbeiträgen und der Neuveröffentlichung der Debut EP „Scenting The Prey“ war eigentlich nichts. Umso überraschender also dass mit „Aletheia“ nun das zweite Album der mittlerweile in Wien lebenden Band über das schwedische Label Jawbreaker Records erschien.

Als Erstes fällt ins Auge, dass vom Original Line Up nur mehr Sänger und Gitarrist Wolfgang Elwitschger übrig ist. Mit Julian Malkmus (Gitarre), Robbie Nöbauer (Bass) und Drummer Lukas Lobnig hat er eine technisch sehr versierte Mannschaft um sich versammelt die den musikalischen Horizont der Band definitiv erweitert hat.

Das Songwriting ist strukturierter und vielseitiger geworden, aber auch komplexer. Man bewegt sich irgendwo zwischen traditionellem Heavy Metal und epischen Parts. Die thrashigen Elemente stehen nicht mehr so im Vordergrund, sind aber immer noch vorhanden und eher im progressiven Bereich beheimatet und erinnern stellenweise an HEATHEN, um etwas Namedropping zu betreiben. Besonders bei „Made Man“ und „The Holy Pale“ ist dies der Fall.

Bei „Aletheia“ und „Frozen Dreams“ setzt man hingegen auf traditionellen Metal. Die eingestreuten ruhigen Passagen und vielen Tempiwechsel machen die Songs abwechslungsreich. Die beiden instrumentalen Songs „Touching The Ground“ und „Kanashibari“ fügen sich nahtlos in das Gesamtwerk ein. Ersterer beginnt akustisch und steigert sich bis zum Ende geschwindigkeitstechnisch. Zweiterer präsentiert sich sehr ruhig und melodisch.

Das absolute Highlight hat man sich aber für den Schluss aufgehoben. „Sole Voyage“ ist ein elfminütiger Prog Metal Song, der alles enthält was „Aletheia“ ausmacht. Heavy, rockige, melodische, epische und thrashige Parts verbinden sich zu einem absoluten Meisterwerk.

Mit ihrem zweiten Album haben WILDHUNT ein Stück zeitlosen Metal erschaffen. Vor allem der Sound macht das Album so besonders. Der „warme“ Sound klingt so stark nach den 80er Jahren, wie es damals nicht besser war. Die musikalische Leistung der Band ist nahezu perfekt und sollte jedem der mit Metal, Thrash und etwas Prog was anfangen kann überzeugen. Einzig und allein der Gesang könnte stellenweise etwas aggressiver sein, aber das ist nur meine Meinung.

Autor: Tom Bauer


Tracklist „Aletheia“:
1. Touching The Ground
2. The Holy Pale
3. Made Man
4. Kanashibari
5. In Frozen Dreams
6. Aletheia
7. Sole Voyage
Gesamtspielzeit: 46:24

 


Band-Links:

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WILDHUNT - Aletheia
WILDHUNT – Aletheia
LineUp:
Wolfgang Elwitschger (Vocals, Guitars)
Julian Malkmus (Guitars)
Robbie Nöbauer (Bass)
Lukas Lobnig (Drums)
9
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