LAMB OF GOD - Into Oblivion
LAMB OF GOD
Into Oblivion
(Groove Metal)

 


Label: Century Media Records
Format: (LP)

Release:  13.03.2026


LAMB OF GOD muss nicht mehr vorgestellt werden. Zehn Alben, 5 Grammy Nominierungen und drei Millionen verkaufter Alben sprechen eine eigene Sprache. Der Fünfer aus Richmond, Virginia, prägte die Jugend unzähliger Menschen, gilt, als eine DER Bands, die für viele als Türöffner zu harter Musik fungierten und definierten das Genre der New wave of American heavy metal.

Über nun zehn Alben kann man definitiv von einer der großen Bands des Groove Metal sprechen, vielleicht der Größten seit PANTERA. Aber das sind alles nur Worte und ein Status macht noch lange kein gutes Album. „Into Oblivion“ ist aber Gottseidank ein solches. LAMB OF GOD sind nun seit dem selbstbetitelten Release 2020 und dem darauffolgenden „Omens“ auf dem Weg zurück in ihre Vergangenheit, um die Rohheit und die Intensität der ersten Veröffentlichungen wiederzufinden, sei es unter dem Namen BURN THE PRIEST oder auf den Albem „As The Palaces Burn“ und „Ashes Of The Wake“.

Der Opener „Into Oblivion” ist tatsächlich alte Groove Metal Schule. Der Song ist heavy aber groovt ordentlich dank der großartigen Gitarrenarbeit des Duos Morton/Adler. Das Riffing ist dank seiner melodischen Hooks catchy und trägt stets den besonderen Charakter von LAMB OF GOD. Über allem schwebt der unnachahmliche Randy Blythe. Es gibt wenig geborene Frontmänner, aber er ist definitiv einer davon. Mit seiner stimmlichen Präsenz drückt er dominant wie in besten Tagen den Tracks seinen Stempel auf. Wie immer irgendwo zwischen Hardcore und und Punk verwurzelt, ist es diese rohe und rotzige Attitüde, die LAMB OF GOD vom Rest herausheben.

Das Album kann aber auch anders und ist daher herrlich abwechslungsreich. „Sepsis“ ist tatsächlich sludgy und präsentiert eine neue Seite der Band, während das clean gesungen „El Vacío“ als Stilbruch in der Mitte wie ein natürlicher Teiler von „Into Oblivion wirkt“.

Hintenraus werden LAMB OF GOD nochmals wirklich stark. „St. Catherine’s Wheel” und “Blunt Force Blues” sind schlicht grandiose Oldschool Brecher. Dicke Gitarren, treibender Rhythmus, ein Wahnsinnsgroove und der bellende oder growlende Randy Blythe werfen einen zurück in die stärksten Tage der Bandgeschichte.

„Bully“ atmet den Vibe des hausinternen Übersongs „Redneck“. Voller Groove und Südstaaten Swag animiert der Song zum Headbangen. Der Closer „Devise / Destroy” geht rifftechnisch schön thrashig nach vorne, bevor sich der Refrain unerwartet melodisch öffnet. Zum Abschied liefern LAMB OF GOD nochmals einen Leckerbissen.

Am Ende ist „Into Oblivion“ eine Rückbesinnung auf alte Stärken. Aber dies geschieht nicht aus purer Nostalgie, sondern um sich wieder darauf zu besinnen, was wirklich zählt: die pure Freude am Musik machen. Und das hört man dem Album jede Sekunde an. LAMB OF GOD gehören noch lange nicht zum alten Eisen.

 

Autor*in: Michael Wimmer


Tracklist „Into Oblivion“:
1. Into Oblivion
2. Parasocial Christ
3. Sepsis
4. The Killing Floor
5. El Vacío
6. St. Catherine’s Wheel
7. Blunt Force Blues
8. Bully
9. A Thousand Years
10. Devise / Destroy
Gesamtspielzeit: 39:16


Band-Links:
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LAMB OF GOD - Into Oblivion
LAMB OF GOD – Into Oblivion
LineUp:
D. Randall Blythe (Vocals)
Willie Adler (Guitar)
Mark Morton (Guitar)
John Campbell (Bass)
Arturo "Art" Cruz (Drums)
8.5
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