
Endarkenment, Being & Death
(Death Metal)
Label: Trust No One Recordings
Format: (LP)
Release: 27.02.2026
Der Pool an richtig guten Bands aus Schweden scheint unerschöpflich zu sein. Als Heimat des urtypischen HM-2 Sounds ist die Menge an klassischen Death Metal Kombos hervorzuheben. Bezeichnend wird es aber dann, wenn sich in anderen Stilrichtungen ganz plötzlich großartige Veröffentlichungen auftun und zeigen, dass auch im Black oder Okkult Metal das skandinavische Land ein gewichtiges Wort mitzureden hat.
Genau das geschieht mit den vorher eher unbekannten SPEGLAS aus Stockholm. Bestehen tut das Quartett bereits seit 2015, doch bis auf zwei EP’s wartete man bisher vergebens auf eine längere Veröffentlichung. Die Wartezeit geht mit „Endarkenment, Being & Death” zu Ende. Gottseidank kann man nur sagen. Das leise eingesprochene und unheimliche Intro gibt den Raum frei für knapp 45 Minuten Morbidität und Endzeitstimmung. Flüsternd leitet eine Stimme den ersten Song ein: „God is dead. God remains dead. And we have killed him.”
„The Endarkenment” wildert zu Beginn am ehesten im Black Metal. Tremolo Riffing und die krächzende Stimme lassen definitiv musikalische Wurzeln erkennen. Aber leben tut SEPGLAS vollkommen von der erzeugten Stimmung der Songs. Das Tempo wird oft zurückgenommen und geht dann mit Heavy Metal Riffing sehr stark in die okkulte Sphäre. TRIBULATION sind als Einflüsse zu hören und sollten sich von ihrer Seite her eventuell Sorgen über die kommende Konkurrenz machen.
„Dearth” ist ein Lehrstück für die Erzeugung von purer Atmosphäre durch Musik. Leise akustische Riffs gaukeln Sicherheit vor bevor zuerst der Rock `n Roll übernimmt und die Verzerrung der Gitarren erste Dunkelheit aufziehen lässt. Vor allem die Stimme ist es, die den Songs diese harte und morbide Faszination mitgibt. Man kommt sich wahrlich wie in einem alten Horrorfilm vor und schwelgt im zurückgenommenen Gitarrenspiel. Die Atmosphäre ist zum Greifen traurig und von Sehnsucht erfüllt.
„The Spirit Postmortem” ist am ehesten als Black Metal Song zu werten. Und als ein sehr starker noch dazu. Tremoloriffs und Blastbeat zerreißen die Nacht und der wummernde Bass legt das Fundament. Auch wenn sich das Gewitter zwischendurch legt, ist es am Ende ein Unwetter mit zerstörerischer Kraft. Eine wirklich tolle Nummer. Der Closer „Rage Upon The Dying Fire” überzeugt mit großartigem rockigem Riffing und Groove. Der Song swingt zum Teil fast dahin bevor zur Mitte hin das Tempo komplett rausgenommen wird, um einmal durchzuatmen und dann nochmals loszupreschen. Der Titel hat gehörig Energie und strotzt vor Atmosphäre.
„Endarkenment, Being & Death” ist ein durch und durch gelungenes Debütalbum einer Band, die auf Großes hoffen lässt. Was hier an Düsternis und finsterer Grundstimmung erzeugt wird ist aller Ehren wert und macht einen neugierig auf die kommenden Veröffentlichungen der Schweden.
Tracklist „Endarkenment, Being & Death“:
1. Woe
2. The Endarkenment
3. Incessant Severance
4. Dearth
5. The Spirit Postmortem
6. Ailing
7. Hitherto Awry
8. Dies Mali
9. Rage Upon The Dying Fire
Gesamtspielzeit: 44:10
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