
GRAUFAR – der Name der Band ist ebenfalls ein altes deutsches Wort für „Grau“. Die Farbe gibt es doch schon diverse Jahrhunderte, die Band jedoch ist da noch recht frisch. Ende 2020 in Linz (Österreich) fand GRAUFAR seinen Anfang. Seit 2022 steht die Band regelmäßig auf Bühnen, etwa bei Konzerten oder Festivals, und hat sich dort ihren Platz in der Szene bereits erspielt. Musikalisch mischen GRAUFAR klassischen Black Metal mit Death-Metal-Einflüssen sowie melodischen Elementen. Dabei wechseln sich die typischen, schrillen Black-Metal-Screams immer wieder mit tiefen Growls ab.
In ihren englischen und deutschen Texten geht es um die dunkleren Seiten des Lebens die doch viele von uns nur zu gut kennen: gesellschaftliche Kritik, menschliche Abgründe, Vergänglichkeit, Tod. Aber auch persönliche Erfahrungen.
Am 13. April 2024 erschien schließlich ihr Debut – Album „Scorladus“, das sich mit ganz unterschiedlichen Themen beschäftigt. Das Debüt kam in der Metal Szenerie gut an und bekam mehrere sehr positive Rezensionen und Bewertungen.
Im Juni 2024 gewann GRAUFAR das österreichische Wacken Metal Battle und sicherte sich damit einen Slot beim Wacken Open Air 2024. Dort traten sie gegen 29 Bands aus aller Welt an und landeten am Ende locker in den Top 10.
In den vergangenen Jahren hat sich GRAUFAR auf zahlreichen Konzerten und Festivals mehr als bewiesen, und mit 20. März 2026 werden die Jungs aus Linz uns mit ihrem neuen Album „Via Necropolis“ mächtig was um die Ohren hauen. Ich darf jetzt schon sagen: Intensität und Tiefe treiben einen voran. Der Sound ist packend, schnell und lädt mehr als nur zum Headbangen ein.
Im bereits veröffentlichten Song „Foltertrog“ beginnt alles beinahe trügerisch ruhig: Sanfte Gitarrenklänge ziehen ihre Kreise wie ein kalter Wind, während vereinzelte Trommelschläge langsam näherkommen – wie Schritte im Dunkeln. Doch diese Ruhe ist nur der Atem vor dem Sturm. Mit dem ersten Scream reißt der Song auf wie ein Blitz am schwarzen Himmel. Gitarren, Bass und Schlagzeug stürzen sich zusammen in ein donnerndes Klanggewitter und formen eine wuchtige Wand aus Klang und Energie.
Die Lyrics bahnen sich ihren Weg wie dunkler Rauch durch den Gehörgang, während die Growls tief unter die Haut kriechen und sich dort festsetzen. Alles wirkt roh und intensiv – als würde sich der Song direkt im Innersten festkrallen. Auch das dazugehörige Video trägt diese Schwere: Schmerz liegt im Gesicht des Sängers, greifbar und echt, während der Sarg mit einer fast erdrückenden Schwermut getragen wird. Die Bilder wirken wie ein düsteres Ritual, das den Klang visuell weiterführt.
Der Sound selbst ist dabei erstaunlich klar und präzise. Die Drums pumpen wie ein dunkles Herz, Gitarren und Bass weben ein dichtes Netz aus Klang, das sich sofort ins Gedächtnis brennt. Darüber verschmelzen Screams und Growls zu etwas Eigenem – wie zwei gegensätzliche Kräfte, die sich zu einem einzigen, perfekten DNA-Strang aus Wut, Melancholie und Dunkelheit verbinden.
„Vor Wochen schon in den Trog verbannt
und seither zwangsernährt …“
„Der Körper so süß, von Insekten zerlegt
und zum Faulen in die pralle Sonne gelegt …“
„Die Zeit ist reif, das Festmahl beginnt
Fliegen und Maden …“
„Tat ich auch nichts was dieses Gräuel verdient
Hab stets gehorcht und brav gedient …“
GRAUFAR verbinden die rohe Dunkelheit des Black Metal mit der Wucht des Death Metal und schaffen daraus einen intensiven, atmosphärischen Sound. Eine Band, die ihren Platz in der Extreme-Metal-Szene konsequent erarbeitet: laut, düster und kompromisslos.
Autorin: Bianca Ully
Tracklist „Via Necropolis“:
1. Blizzard & Blaze
2 .Heralds Of Doom
3. Charon
4. Via Necropolis
5. Buried in Flames
6. On Your Knees
7. Foltertrog
Gesamtspielzeit: 41:34
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