
Screams From Beneath The Surface
(Death Metal)
Label: Metal Blade Records
Format: (LP)
Release: 13.03.2026
MONSTROSITY müssen nicht weiter vorgestellt werden. Legenden der Florida Death Metal Szene, mitbegründet von George „Corpsegrinder“ Fisher, prägten sie den Stil des schnellen kompromisslosen Stils entscheidend mit, und veröffentlichen seit Beginn der 90er Jahre konstant hochwertige Alben. Knapp acht Jahre sind seit dem letzten Longplayer „The Passage Of Existence“ vergangen. Eine recht lange Zeit, die das letzte verbliebene Gründungsmitglied Lee Harrison dazu verwendet hat, um ein neues Team um sich zu versammeln. Schön ist in diesem Sinne die Rückkehr des Originalbassisten Mark Van Erp.
Der Opener „Banished To The Skies” klingt unerwartet und ist trotzdem ein absolutes Highlight. Der Song stellt die immer schon bekannte Sonderstellung der Band heraus, doch technischer und variabler zu Werke zu gehen als so mancher der Urzeitbegleiter wie OBITUARY oder DEICIDE. Man könnte in der Diskographie fast von einem Hit sprechen, so groovt sich der Track dynamisch und voller Wendungen auf über sechs Minuten ins Ohr.
Für alle Puristen ist dies aber kein Grund zur Sorge. „The Colossal Rage”, „Vapors“ oder „Blood Works“ holzen mit einer Urgewalt alles nieder. In wahnwitziger Geschwindigkeit rasen von der Doublebass getrieben die Riffs nur so dahin, während sich ex-MASSACRE Sänger Ed Webb die Seele aus dem Leib growlt und gelegentlich auch mit high pitched shrieks zu gefallen weiß.
Aber MONSTROSITY sind nicht nur die absolute Brutalität. „The Atrophied“ kommt teils in seiner Dynamik mit all den Rythmuswechseln proggig daher. Das Bassspiel von Van Erp in der Nummer ist absolut großartig. „Spiral“ ist durchzogen von langsameren schleppenden Doom Momenten, die Atmosphäre inmitten der Raserei schaffen. In „Fortunes Engraved In Blood“ thrashen sich MONSTROSITY in Ekstase, erinnern im leicht dissonanten Riffing immer wieder auch an die Florida Kollegen von MORBID ANGEL.
Schwerfällig und sphärisch fließt „The Dark Aura“ aus den Boxen. Ed Webb am Mikro ist im Doom sehr gut aufgehoben und verleiht mit seiner eindringlichen Performance dem Song Atmosphäre. Ausruhen ist bei MONSTROSITY aber nicht drinnen und so wird in „Veil Of Disillusion“ nochmals fünf Minuten lang der Kopf gewaschen.
Die Band gehört nicht umsonst zu den Legenden des Death Metal und legt nach den acht Jahren Pause ein wirklich bemerkenswertes Comeback vor.
Autor: Michael Wimmer
Tracklist „Screams From Beneath The Surface“:
1. Banished To The Skies
2. The Colossal Rage
3. The Atrophied
4. Spiral
5. Fortunes Engraved In Blood
6. Vapors
7. The Thorns
8. Blood Works
9. The Dark Aura
10. Veil Of Disillusion
Gesamtspielzeit: 42:20
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