Nervosa - Slave Machine
NERVOSA
Slave Machine
(Thrash Metal | Death Metal)

 


Label: Napalm Records
Format: (LP)

Release: 03.04.2026


Seit Anfang an hatte die All-Female-Thrash Formation NERVOSA mit Besetzungswechseln zu kämpfen, fand aber mit „Jailbreak“ zu neuer Stärke, als Gitarristin und zuletzt übrig gebliebenes Gründungsmitglied Prika Amaral ans Mikro wechselte und diese mit Helena Kotina, Hell Pyre (W.E.B.), Michaela Naydenova und Emmelie Herwegh neue Mitstreiterin fand, die es nun zumindest schon zu einem zweiten Werk in dieser Formation brachten.

Auch Album Nummer sieben ist wieder ein sehr fieses Werk zwischen Old-School Thrash, modernen Elementen und schwarzlackierter Motorhaube. „Impending Doom“ wird da als sehr atmosphärisches, aber durchaus schon heftig nach vorne preschendes Untier, seinem Namen sofort gerecht. Fies metzelnde Thrash-Beats treffen auf flotte Riffs irgendwo zwischen besagtem Genre bzw. und traditionellem Heavy Metal, während im Hintergrund düstere Melodien flirren und mit den mehrstimmigen Screams im Refrain, gemahnt man auch gleich an ARCH ENEMY.

Noch fieser geht es weiter mit dem Titeltrack, der zwischen nachvornepreschend und sperrig schwankt, dabei nicht selten an DESTRUCTION erinnert, was nicht verwundert, half bei der Entstehung einmal mehr deren Gitarrist Martin Furia in Sachen Produktion tatkräftig mit. Hektisch, aber auch intensiv wird es mit einprägsamen Riffsalven und drückender Stimmung in „Ghost Notes“, das zudem auch eines der stärkesten Soli des Albums mitbringt. Wem das bisher doch etwas zu modern klang, der nehme das Death Metallastige „Beast Of Burden“ oder „Hate“, das bösartig über einen herfällt. Dagegen steht das dann eher hymnisch ausgefallene „You Are Not A Hero“. Virtuos geht man es in „30 Seconds“ an und für das Genre doch recht typische Thema Sozialkritik ist natürlich auch Platz und findet vor allem in „Crawl For Your Pride“ seinen Höhepunkt. Den schon mehrfach erwähnten finsteren Unterton findet man im finalen Stampfer „Speak In Fire“ nochmal wieder wodurch sich der Kreis von „Slave Machine“ auch wunderbar schließt.

Wer auf traditionellen Thrash steht und auch keine Angst hat vor modernen Elementen wie mehrstimmigen, (halb)cleanen Refrains, hymnischen Parts und weiteren Ideen, der bekommt von NERVOSA mit „Slave Machine“ eine Ohrfeige, die man so schnell nicht vergisst, bleibt diese dank der erwähnten Genreübergreifenden Trademarks doch auch gerne mal gut im Ohr.

 

Autor: Max Wollersberger


Tracklist „Slave Machine“:
1. Impending Doom
2. Slave Machine
3. Ghost Notes
4. Beast of Burden
5. You Are Not a Hero
6. Hate
7. The New Empire
8. 30 Seconds
9. Crawling for Your Pride
10. Learn or Repeat
11. The Call
12. Speak in Fire
Gesamtspielzeit: 40:33


Band-Links:
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Nervosa - Slave Machine
NERVOSA – Slave Machine
LineUp:
Prika Amaral – Vocals | Guitars
Helena Kotina – Guitars
Hel Pyre – Bass
Emmelie Herwegh Bass
Michaela Naydenova – Drums
7.5
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