HIDAS – A Sense Of Impending Doom
HIDAS
A Sense Of Impending Doom
(Doom Metal | Stoner Metal)

 


Label: Tonzonen Recoreds
Format: (LP)

Release:  23.01.2026


Aus dem Münchner Untergrund entsteigt das Trio von HIDAS und legt mit seinem Zweitwerk die Latte für instrumentalen Doom/Stoner Metal so richtig hoch, und das nicht nur in Deutschland, sondern international.

Metal ohne Gesang ist definitiv nicht jedermanns Sache und sehr oft von der eigenen Laune abhängig. Man muss sich Zeit nehmen und fallen lassen. Schafft man dies, wird man von HIDAS so richtig belohnt.

Zum Beginn ist „Dynger“ ist noch am ehesten im Stoner Metal verhaftet. Wenn die Münchner am Anfang langsam und schwer im klassischen Doom wildern, steigt man in der Mitte des Songs aus der Gruft direkt in die sonnige staubige Wüste hinaus. Die Riffs sind dreckig mit fast psychedelischem Charakter. Das folgende „Splint“ agiert wie eine Antithese zum Opener. Kurz und knackig groovt der schwere Brecher dahin und kreiert eine Heavyness, die sonst nur die Genregrößen von RUSSIAN CIRCLES so hinbekommen.

Der Titeltrack könnte als Höhepunkt beschrieben werden. Der Track ist ein neunminütiger tonnenschwerer Koloss, der sich fast in Funeral Doom Manier dahinschiebt, aber atmosphärische sämtliche Register zieht. Die vertonte Last der Hoffnungslosigkeit in der Welt wird hier fast körperlich spürbar und zieht eine tiefe Spur der Verzweiflung.

Die zweite Hälfte beginnt mit „Vakuum“ rasend schnell. HIDAS rühren hier im Black Metal Sumpf um, und zeigen, dass sie auch Blastbeatwelten beherrschen, bevor sich dann Post Klänge anschicken den Track schwer und groovig zu machen. Über elf Minuten halten die Münchner die Spannung hoch und präsentieren sich unglaublich abwechslungsreich und inspirierend.

Das recht kurze „Cisza” dient fast als Interlude zum Durchatmen, bevor „The Riddle“ wieder in die Vollen geht. Das Riffing ist im traditionellen Metal verhaftet und lässt einen mit nickendem Kopf in melodischen Klangwelten schwelgen.

„A Sense Of Impending Doom” ist definitiv keine einfache Kost. Es dauert, man benötigt Zeit und die Muße sich voll und ganz auf das Album einzulassen. Was viele instrumentale Bands nicht schaffen, geht bei HIDAS vollkommen auf. Durch grandioses Songwriting ist man gefangen von all den Facetten und neuen Wendungen und lebt die knapp 40 Minuten vollkommen mit.

 

Autor*in: Michael Wimmer


Tracklist „A Sense Of Impending Doom“:
1. Dynger
2. Splint
3. ASOID
4. Vakuum
5. Cisza
6. The Riddle
Gesamtspielzeit: 41:31


Band-Links:
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LineUp:
Florian Bätz (Guitars)
Richard Noyn (Bass)
Christoph Mühlbauer (Drums)
8
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