riot immortal soul
RIOT V
Immortal Soul
(Heavy Metal)

 


Label: SPV (Steamhammer)
Format: (LP)

Release: 2011


Die New Yorker Power Metaller RIOT existieren bereits seit Sage und Schreibe 35 Jahren, konnte schon so manche Erfolge einstreichen, aber durch so manch Schicksalsschlag wurde die Band immer wieder zurückgeworfen. So liest sich die Liste der ehemaligen Mitglieder wie die Gästeliste eines Rockklassentreffens. Unter den unzähligen Musikern, die bereits bei RIOT musizierten befinden sich Rhett Forrester (JACK STARS BURNING STAR), Mike DiMeo (MASTERPLAN), Mike Tirelli (MESSIAH´S KISS) oder Harry Conglin (JAG PANZER). Mitte der 80er löste man sich kurzfristig auf wechselte bei der Reunion erneut den Sänger und das neue Album musste selbst finanziert werden. Das letzte Werk erschien 2006 und wurde mit Mike DiMeo aufgenommen, der musste aber bald ersetzt werden, da er in Richtung Deutschland und MASTERPLAN abbog. Der Ersatz Mike Tirelli hielt sich auch nicht lange und so wurde 2010 bekannt, dass Tony Moore, der 1993 die Band verlies sein Comeback feiern wird.

Im LineUp Moore, Reale, Flynttz, Van Stavern, Jarzombek liefern die Herren aus den Staaten nun endlich den lang erwarteten Nachfolger zu „Army Of One“, und das Warten auf „Immortal Soul“ hat sich mehr als gelohnt. Bereits der Opener macht klar, dass RIOT in Sachen Power Metal noch einiges mitzureden haben. Im Stile der frühen 80er Metal Bewegung liefert der Song alles was das Genre in dieser frühen Phase ausgemacht hat. Catchy Melodien, furiose Riffs, einen rohe Attitüde und extrem hohe Vocals, die Tony aber immer im Griff hat. Eine Partygranate, die keinen ruhig stehen lässt. Nach diesem grandiosen Einstieg steigt mit der neuen Bandhymne, die schlicht „Riot“ getauft wurde, schaltet man vorerst einen Gang zurück. Nichts desto trotz ist „Still Your Man“ ein echter Heavy Metal Kracher, der aber mehr Fokus auf Eingängigkeit und Melodien legt. Der Chorus will bereits nach wenigen Durchgängen nicht mehr aus dem Ohr. „Crawling“ stampft dagegen richtig behäbig aus den Boxen und hat diese orientalischen Rhythmen á la IRON MAIDENs „Powerslave“ bzw. GAMMA RAYs „Majesty“. Auch hier stellt sich schnell ein Suchtgefühl ein. „Wings Are For Angels“ steigt wieder mit einem genialen Old-School Riff ein, gewinnt schnell an Fahrt und überzeugt durch eine grandiose Gesangsarbeit von Tony Moore, der hier einfach alles gibt und jeden Ton trifft, wie hoch er auch sein mag.

Von qualitativen Schwächen, kann hier keine Rede sein, denn es geht genial weiter. Die melodische Hymne „Fall Before Me“, die viel moderner tönt und etwas an die letzte DIONYSUS Scheibe erinnert erzeugt mühelos Gänsehaut, „Sins Of The Father“ ist wieder eine waschechte 80er-Granate und der Titeltrack beschränkt sich zwar auf das wesentliche des Heavy Metal’s, ist deshalb aber auch nicht weniger stark. Richtig rockig wird es gegen Ende noch mit dem rhythmischen Rocker „Whiskey Man“ und das Abschlussdoppel geht nochmal in die Vollen. Das dynamische „Believe“ zeigt nochmal Tony´s Gesangssprektrum auf und „Echoes“ ist ein wahrer Headbanger mit vielen Facetten, der auch nach vielen Durchläufen noch viel Freude bereitet.

Wär hätte erwartet, dass diese Band nach über 35 Jahren noch so ein starkes und zeitloses Album raushaut, das sowohl Genremitbegrüdern als auch Jungspunden noch etwas lernen kann. Bleibt zu hoffen, dass RIOT dieses LineUp halten können und sich bald bei uns sehen lassen. Live wird dieses Material mit Sicherheit für Furore sorgen.

 


Tracklist „Immortal Soul“:
1. Riot
2. Still You Man
3. Crawling
4. Wings Are For Angels
5. Fall Before Me
6. Sins Of The Father
7. Majestica
8. Immortal Soul
9. Insanity
10. Whiskey Man
11. Belive
12. Echoes
Gesamtspielzeit: 52:39

 


Band-Links:

riot v immortal soul RIOT V - Immortal Soul

 

 

 

 


riot immortal soul
RIOT V – Immortal Soul
9.5
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