RAGE - Wings Of Rage
RAGE
Seasons Of The Black
(Heavy Metal | Power Metal)

 


Label: Nuclear Blast
Format: (LP)

Release: 2020


Tomorrow I’ll keep the faith,
Rebuild my world anew, tomorrow.
Tomorrow I’m standing strong,
I’ll face the rising sun, tomorrow.Tomorrow

Sage und Schreibe 36 Jahre haben RAGE nun schon am Buckel. Peavy Wagner, der schon zahlreiche LineUp Wechsel hinnehmen musste, aber auch durch unterschiedlichste, stilistische Phasen mit seiner Power Metal Truppe gegangen ist, hält das Bandgefüge nach wie vor fest zusammen. Ganze 24 Alben sind da schon entstanden und „Wings Of Rage“ ist nun schon das dritte im Post-Smolski LineUp, das neben Peavy aus der argentinischen Entdeckung Marcos Rodriguez und dem Griechen Vassilios Maniatopoulos besteht.

Die letzten beiden Werke, die ziemlich knapp nacheinander erschienen und auf die Namen „The Devil Strikes Again“ (2016) und „Seasons Of The Black“ (2017) hören, warfen jeglichen Ballast über Bord und waren vorrangig Straight-in-your-face Power Metal Alben im RAGE Stil. Sehr gutes Material, aber nicht überragend.

So startet man auch „Wings Of Rage“ ziemlich direkt mit ein paar Bangern, Stampfern und Hymnen, wie man sie von der, in Deutschland ansässigen Truppe kennt. Leicht experimentell wirkt jedoch schon das mit KORN-Rhythmus ausgestattete „Let Them Rest In Peace“ und „Tomorrow“ trumpft zu Beginn gleich mit opulenten Chören auf. Der Titeltrack wirkt dann aber komplett wie aus der Zeitmaschine. Thrashige Beats und ein schrammeliger Gitarren-Sound lässt schon fast vermuten, dass man hier einen Song aus der 80er Kiste gefischt hat. Kreativ und mutig wie schon lange nicht mehr, doch spätestens mit „A Nameless Grave“ wagt man sich wieder komplett aus der Komfortzone, die man seit dem Abgang von Victor Smolski nicht mehr verlassen hat, heraus. Ein düsterer und opulent orchestrierter Track, der auch auf „13“ oder „Strings To A Web“ damals Platz gefunden hätte.

Weiter geht es mit dem nicht minder opulenten, doch viel hymnischeren „Don´t Let Me Down“ und der intensiven Ballade „Shine A Light“, während „Chasing The Twilight Zone“, „Blame It On The Truth“ und das bereits erwähnte „Tomorrow“ im Refrain klassische Power Metal-Ohrwürmer bieten. Und wer immer noch nicht versteht, dass RAGE hier eine Art Best-Of ihrer Karriere bieten, der höre „HTTS 2.0“, hinter dessen kryptischen Namen natürlich der All-Time-Classic „Higher Then The Sky“, den man hier in neuer Version eingespielt hat, steht. Mit „For Who Wish To Die“ gibt es dann noch eine weniger typische Nummer, die von Vassilios´ groovendem Drumming dominiert wird und verhältnismäßig sperriger ausgefallen ist.

Mit „Wings Of Rage“ melden sich Peavy, Vassilios und Marcos mutiger und abwechslungsreicher als noch auf den Vorgängern zurück und bieten hier eine Reise quer durch die über 35-jährige Discografie zwischen Power Metal, Thrash und Symphonic Metal. Somit sollte jeder RAGE Fans hier etwas für sich finden, zumal es am 24. Output der internationalen Truppe eigentlich nichts großartig zu bemängeln gibt.


Tracklist “Wings Of Rage”:
1. True
2. Let Them Rest In Peace
3. Chasing The Twilight Zone
4. Tomorrow
5. Wings Of Rage
6. Shadow Over Deadland (The Twilight Transit)
7. A Nameless Grave
8. Don´t Let Me Down
9. Shine A Light
10. HTTS 2.0
11. Blame It On The Truth
12. For Those Who Wish To Die
Gesamtspielzeit: 54:35


www.rage-on.de

RAGE - Unity
RAGE – Wings Of Rage
LineUp:
Peter "Peavy" Wagner
Marcos Rodríguez
Vassilios "Lucky" Maniatopoulos
8
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