BEARTOOTH - Below
BEARTOOTH
Below
(Postcore)

 


Label: Red Bull Records
Format: (LP)

Release: 25.06.2021


Well, we can’t go back
We don’t know where to begin
All the life drains out
We can’t try making amendsThe Past Is Dead
Dieses Mal hat es gut drei Jahre gedauert, bis Caleb Shomo und seine Jungs von BEARTOOTH endlich ein neues Album rausballern. Auch wenn es mit „The Blackbird Session“ eine nette Akustik-EP und sogar eine neuer und viel fetter gemixte Version von „Aggressive“ erschien (unbedingt auf Spotify anchecken), war die Vorfreude auf „Below“ enorm. Und was soll man sagen, die Truppe schafft es einmal mehr zu überraschen und enttäuscht keine Sekunde.

Das Grundprinzip ist gleich. Ein Mix aus Post-Core bei dem die Grenzen verschwimmen und alles erlaubt ist, eine Symbiose von Wut, Hass Aggression und Emotion samt eingängiger Refrains, die perfekt ineinander gehen. So haben wir mit „Below“ gleich einen wütenden Hassbatzen mit einigen Ausrastern, aber mitsingbaren Refrain, „Devastation“ zeigt sich hymnisch und dynamisch und „The Past Is Dead“ offenbart sich als positive Live-Nummer. Also alles beim Alten möchte man meinen. Aber nicht ganz!

I’ll end the same, let time explain
I’m such a waste, you will feel my pain
Devastation will reignDevastation
Caleb lässt seinen Emotionen wieder freien Lauf, das aber noch ungezügelter als zuvor. Die Themen über Depressionen, wie man damit umgeht, was das mit einem macht usw. sind weiterhin zentral. Doch der Mastermind dreht dieses Mal emotional komplett frei und so gibt es mit „Fed Up“ einen mega angepissten Punk-Garage-Rocker, den man so von BEARTOOTH noch nicht gehört hat, während man sich bei „Domination“ sogar progressive mit djentigen Parts und sogar Black Metal Anleihen inklusive BlastBeats wagt, und das äußerst erfolgreich, möchte ich behaupten! Dennoch tönt das alles durch und durch nach dem Bärenzahn, nur eben mit gekonnten Modifikationen. Dafür gibt es mit „No Return“ noch einen lockeren Post-Rocker, „Phantom Pain“ geht flott mit groovenden Riffs nach vorne und „Skin“ zeigt sich etwas emotionaler und hätte somit mühelos auf „Disease“ Platz gefunden.

Ein weiteres Experiment ist dann „Hell Of It“ bei dem einige abgedrehte Effekte und verzehrter Gesang zum Einsatz kommt. Generell zeigt man sich im Riffing weit variabler, aber auch bei den Drums passieren so unheimlich viele Dinge, dass ich fast glaube, dass Caleb ausnahmsweise Kollege Connor Denis ran gelassen hat, denn normalerweise sperrt sich der Fronter alleine im Studio ein und spielt sämtlich Instrumente selber, da er live ja nur zum Singen kommt.

Das Schlusstrio kann dann ebenso überzeugen, denn das flotte „I Won’t Give Up“ bringt noch einen coole Punk-Drive mit, „The Answer“ klingt schon fast sommerlich und „The Last Riff“ groovt nochmal ordentlich und bietet dem Titel entsprechend einige sehr geile Riffs.

I’m so fed up, I’ve had it
I never want peace, I thrive in the panicFed Up
„Below“ schafft es alles Stärken der drei bisherigen Albe, nämlich den Spielspaß von „Disgusting“, die Aggression von „Aggressive“ und die Emotion von „Disease“ mühelos zu vereinen und doch auch noch einen weiteren Schritt nach vorne zu gehen. Somit hat die Truppe hier ihr wahrscheinlich bis dato bestes Werk abgegeben. Und auch wenn „Below“ etwas braucht um zu zünden – absolute Suchtgefahr!


Tracklist „Below“:
1. Below
2. Devasation
3. The Past Is Dead
4. Fed Up
5. Domination
6. No Return
7. Phantom Pain
8. Skin
9. Hell Of It
10. I Won’t Give Up
11. The Answer
12. The Last Riff
Gesamtspielzeit: 41:30


www.beartoothband.com

 

BEARTOOTH - Single direkt aus der Hölle
BEARTOOTH – Below
LineUp:
Caleb Shomo
Zach Huston
Will Deely
Oshie Bichar
Connor Denis
9
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