HAMMERFALL - Hammer Of Dawn
HAMMERFALL
Hammer Of Dawn
(True Metal)

 


Label: Napalm Records
Format: (LP)

Release: 25.02.2022


Make me immortal, venerate me and rejoice
Let my second death be halted, be my endless voice
Say my name, and I will never die
Light my flame, on the forever skyVenerate Me

Die Schweden von HAMMERFALL brauchen wohl keinem mehr etwas zu beweisen und lassen demanch auch seit jeher eigentlich nichts anbrennen. Mag sein, dass der Album-Rhythmus nun eher auf zweieinhalb Jahre angewachsen ist, doch das LineUp ist quasi seit fast 15 Jahren stabil, sofern man den einzigen Drummer-Tausch in der Karriere 2014 nicht zu sehr in die Waagschale wirft. „Hammer Of Dawn“ nennt sich nun das zwölfte Werk in fast 30 Jahren des fallenden Hammers, und ist HAMMERFALL pur!

Gleich mal vorweg; die Schweden haben schon lange nicht, wenn nicht sogar noch nie so auf „save“ gespielt wie auf „Hammer Of Dawn“, doch nachdem ja das eine oder andere Experiment ja schon in die Hose gegangen ist, wird hier nur astreine Ware ohne Ausfall oder größere Schwächen geliefert und Fans können schon jetzt bedenkenlos Hammerschwingend in den Laden laufen oder Spotify würgen!

Schon „Brotherhood“, das komplett auf irgendein Vorgeplänkel verzichtet und nur so nach dem fallenden Hammer schreit, weiß man, „Hammer Of Dawn“ hätte irgendwo zwischen „Glory To The Brave“, „Crimson Thunder“ und „Chapter V“ (das gerade Re-Releasete „Renegade“ lasse ich bewusst außen vor) erscheinen können. Knackige, typische und melodiöse Riffs, Joacim Cans prägnante Stimme, fette Männerchöre und ein Refrain zum Mitbrüllen – was will man mehr? Dazu gesellen sich Zeilen wie „…hammers helt high, we are heeding the call“ oder „We will remember and never forget the templars made of steel”, die ja schon irgendwie aussagen, dass Mastermind Oscar Dronjak und seine Jungs eine Art Best Of Sound kreieren wollten.

Im Titeltrack gibt es sogleich Orgelklänge, die an besagtes „Glory To The Brave“ gemahnen, ehe der Stampfer zum Einstimmen in den Männerchor einlädt, das düster startende „No Son Of Odin“ sich als flotter Banger mit unverschämt eingängigem Refrain weiterführt und „Venerate Me“ dichtere Atmosphäre aufbaut und niemand geringeres als King Diamond himself im Hintergrund mitmischen lässt. Generell halten HAMMERFALL bis hierhin das Tempo und/oder den Härtegrad überraschend hoch, bis dann „Reveries“ irgendwo zwischen Powerballade und Stampfer zum Schwelgen animiert. Dafür gibt es mit „Too Old To Die Young“ gleich die nächste und dank seiner Fröhlichkeit etwas an FREEDOM CALL erinnernde UpTempo-Hymne, in der Joacim all seine stärksten Facetten ausspielt und zeigt, dass er in drei Dekaden nichts an Ausstrahlung und Stimme verloren hat. Mit „Not Today“ gibt es dann aber eine waschechte Ballade, die sich nach „Dark Wings, Dark Words“ und „Take The Black“ als nächstes George RR Martin Zitat von A Song Of Fire And Ice lose inspirieren ließ. Auch „Live Free Or Die“ ist ein waschechter Hit, „State Of The Wild” bring zunächst ein paar Akustik-Gitarren mit, gibt dann aber auch gut Stoff ebenso steht „No Mercy“ in nichts nach.

Schon lange nicht mehr klangen HAMMERFALL so fokussiert, kompakt und einfach nach sich selbst. Mag sein, dass hier absolut nichts Neues zu hören gibt, doch die Schweden haben hier ein Werk abgeliefert, dass man sich schon mehr als 15 Jahren gewünscht hat. Hier ist alles drin, was die Band jemals ausgemacht hat und das noch dazu in höchster Qualität! Auch Maskottchen Hector ist stolz und reckt auf dem Artwork, stellvertretend für die ganze Band, motiviert und angriffslustig den Hammer!

 


Tracklist “Hammer Of Dawn”:
1. Brotherhood
2. Hammer Of Dawn
3. No Son Of Odin
4. Venerate Me
5. Reveries
6. Too Old To Die Young
7. Not Today
8. Live Free Or Die
9. State of the W.I.L.D.
10. No Mercy
Gesamtspielzeit: 45:20


www.hammerfall.net

 

HAMMERFALL - Der Hammer schlägt auf neuem Album wieder zu!
HAMMERFALL – Hammer Of Dawn
LineUp:
Joacim Cans
Oscar Dronjak
Pontus Norgren
Fredrik Larsson
David Wallin
Guest:
King Diamond
8.5
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