MESSA - The Spin
MESSA
The Spin
(Doom Rock | Gothic)

 


Label: Metal Blade
Format: (LP)

Release: 11.04.2025


Mix-wise, the vocals are more on the spotlight, in true 80s fashion. The lyrics touch on multiple topics throughout the record; destroying one’s ego, impossible cursed love, giving up on yourself, others’ expectations, self-sabotage, resurrectionMESSA

Auch wenn Ouroboros, die sich selbst verzehrende Schlange aus der Ikonographie Ägyptens, das Artwork der Italiener MESSA ziert, so braucht man hier kein folkloristisches Werk erwarten, denn das vierte Album „The Spin“ zeigt eine interessante, wie kreative Band aus dem Doom Rock Sektor.

Mit weiblichen, teils einlullenden Vocals von Fronterin Sara, erinnert man zwar etwas an die Schweden AVATARIUM, doch mit einer etwas anders tönenden Schweremut, majestätischem Riffing und ganz eigenen, teils mit Hall versehenen Vocals, nehmen die Dame und Herren aus Veneto auf eine andere Weise, aber ebenso erfolgreich gefangen.

Hypnotisierende Rhythmen, Riffs, meist im rockigen, aber düster-drückenden Sektor, lassen einen, ebenso wie die eindringlichen Vocals, alles rund um sich vergessen. Verpielter kommen dann die Soli daher und im Verlauf, traut man sich sogar auch etwas metallischer an die Sache, sodass es im letzten Drittel sogar ein paar verzweifelte Screams zu hören gibt.

Langweilig wird es aber nie, denn rudimentäre Elemente des Jazz, Prog, Ambient, (Post-)Black Metal und Punk sind in den abwechslungsreichen Kompositionen zu finden. Mit kurzen, düsteren Verschnaufpausen, baut man zudem auch zusätzlich Spannung auf. Neu auf diesem Werk sind aber, laut eigenen Aussagen, die Ausflüge in den Gothic Rock, die man gerade im verträumt dahinschwelgenden Mittelteil von „At Races“ vernehmen kann.

Als Einflüsse sollen da namentlich die SISTERS OF MERCY oder KILLING JOKE hergehalten haben, doch sind ganz dezent und geschmackvoll in den einengen Sound eingewoben worden. Dementsprechend wabern im Hintergrund immer wieder ganz unaufdringlich 80er Jahre Synthies.

Auch wenn die Truppe hier und da etwas an Tempo zunimmt, entschleunigt das Hören von „The Spin“ vorrangig und wirkt selten aufwühlend, auch wenn der Sound sehr drückend daher kommt und man sich manchmal – lässt man sich fallen – fast erdrückt fühlt. Das soll aber auf jeden Fall als Lob gemeint sein.

Abwechslungsreicher und doch dem Genre treuer Doom Rock mit Mut zur Weiterentwicklung, dafür stehen MESSA und zeigen, dass im selbigen noch frischer Wind möglich ist. Ein Album zum Eintauchen, Entdecken und Schwelgen.


Tracklist „The Spin“:
1. Void Meridian
2. At Races
3. Fire On The Roof
4. Immolation
5. The Dress
6. Reveal
7. Thicker Blood
Gesamtspielzeit: 41:37

 


Band-Links:

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MESSA - The Spin
MESSA – The Spin
LineUp:
Sara (Vocals)
Marco (Guitars, Bass)
Alberto (Guitars)
Rocco (Drums)
8
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