beyond the black - break the silence
BEYOND THE BLACK
Break The Silence
(Symphonic Metal | Modern Metal)

 


Label: Nuclear Blast
Format: (LP)

Release: 09.01.2025


Ziemlich genau drei Jahre sind vergangen seit dem letzten und selbstbetitelten Album der Shooting Stars BEYOND THE BLACK rund um Aushängeschild Jennifer Haben. Mit „Break The Silence“ sind die Deutschen Symphonic Modern Metaller*innen beim sechsten Album in etwas mehr als zehn Jahren angekommen.

Polarisiert hat die Truppe, die sich auch gerne sehr poppigen und offensiv mainstreamigen Elementen bedient ja schon immer und da macht auch dieses Werk keine Ausnahme. Und Hatern macht man es mit dem eigenwilligen Einstieg, bei dem eine verzerrte Stimme kaum verständlich immer das gleiche wiederholt recht. „Rising High“ zeigt sich ansonsten sehr erdig im Riffing, gefällt dann im Refrain mit rockigerer Röhre von Jennifer. Die männlichen Vocals wirken dann aber weiterhin sehr cheezy und deplatziert. Da freut man sich zunächst über den heavy Titeltrack, der düster und bombastisch daherkommt, doch schon nervt der Track im ersten Druchgang, kommt die Phrase „It’s time to break the silence“ gleich 14 Mal vor.

Kreativ und mutig zeigt sich die Band auch weiterhin, bietet in der Zusammenarbeit mit LORD OF THE LOSTs Chris Harms in „The Art Of Being Alone“ Gesänge aus dem mittleren Osten und einen passenden Fokus auf die Gothic-Seite der Band. Asiatische Gesänge bietet THE MYSTERY OF THE BULGARIAN VOICES, die in „Let There Be Rain“ mitmischen. Dem ganz jungen Publikum gefällts womöglich, ich bin hier schon zum zweiten Mal genervt. Mit „Ravens“ gibt es eine ebenfalls düstere Nummer, die als Halbballade eine ganz gute Figur macht und „Can You Hear Me“ zeigt sich hochmotiviert, bietet eine dicke Schicht Synthies und genug Platz zum mitträllern. Ansonsten gibt es mit „The Flood“ typische Bandkost, die gefällt, „(La Vie Est Un) Cinema“ dreht den Kitsch beim Synthesizer noch höher und mit „Hologram“ noch eine eingängige, poppige und mitsingkompatible Uptempo Nummer, bevor „Weltschmerz“ als theatralische Streicher-Ballade mit deutschem Gesang, die Hörer*innen entlässt.

BEYOND THE BLACK gehen dieses Mal nicht auf Nummer sicher, sondern wagen Experimente, die die jüngere Fanbase noch erweitern sollte, Hatern aber wieder mehr als genug Futter gibt. Schlecht ist das absolut nicht, was die Truppe hier macht, doch irgendwie zerfahren, teils sogar nervig und arm an echten Highlights. Schade, denn das ging definitiv schon mal besser.

 

Autor: Max Wollersberger

 


Tracklist „Break The Silence“:
1. Rising High
2. Break The Silence
3. The Art Of Being Alone
4. Let There Be Rain
5. Ravens
6. The Flood
7. Can You Hear Me
8. (La Vie Est Un) Cinéma
9. Hologram
10. Weltschmerz
Gesamtspielzeit: 37:43

 


Band-Links:

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BEYOND THE BLACK – Break The Silence
LineUp:
Jennifer Haben (Vocals)
Tobi Lodes (Guitars)
Chris Hermsdörfer (Guitars)
Kai Tschierschky (Drums)
6
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