
Set The Dark On Fire
(Symphonic Metal)
Label: SPV (Steamhammer)
Format: (LP)
Release: 16.01.2026
Unglaublich, aber unser Symphonic Metal Exportschlager EDENBRIDGE aus Oberösterreich, ist bereits beim zwölften Album angekommen. Frontdame Sabine Edelsbacher sowie Mastermind Lanvall haben sich dieses Mal etwas länger Zeit gelassen, um nun „Set The Dark On Fire“ zu etwas Besonderem zu machen.
Ein neuer Gitarrist findet sich in den Reihen von EDENBRIDGE, doch Lanvall hat nach wie vor alles in der Hand und liefert ein Album, dass die DNA der Band insich birgt, aber wieder neue Wege versucht. So ist der Grundton deutlich heavier ausgefallen, die Riffs dringen weiter in den Vordergrund und das ohne pseudo-hart zu klingen, wie es andere Vertreter des Genres gerne zelebrieren.
Das Herzstück des Albums ist definitiv der Vierteiler „Spark Of The Everflame“, das mit hollywoodreifer Orchestration, wunderschönen Pianomelodien und nicht minder eindringlicher Gitarrenarbeit beginnt und dann richtig heavy im Geiste von SYMPHONY X rifft und das progressivste Stück des Albums darstellt. Die Orchestration nimmt viel Raum ein, verwässtert die Saitenarbeit von Lanvall aber zu keiner Sekunde, während Sabine mit ihrer bedrohlichen Stimme über allem thront. In diesem Stück passiert so dermaßen viel, dass man auch nach vielen Durchläufen noch Details findet, ohne dass der Song überladen wirkt oder man sich als Hörer*in überfordert fühlt. Natürlich mangelt es dem Track auch nicht an starken Soli, die in Kombi mit der Soundkullisse an AYREON erinnern. Nach dem leicht theatralisch gehaltenen Instrumental „Per Aspera Ad Astra“ geht es dann auch schon ins Finale des Longtracks, denn „Where It Ends, Is Where It Starts“ zeigt sich nicht nur als starker Titel, sondern hat auch Inhaltlich noch genug zu bieten. Lanvall haut in die Akustik-Klampfe, Sabine nimmt wieder großen Raum ein und es wird ein letztes Mal schön theatralisch, pathetisch und intensiv. Auch hier darf man wieder mitträllern und sich auch über flottere Parts freuen.
Aber nicht nur das Herzstück zeigt EDENBRIDGE stark wie nie. Auch der treibende Opener „The Ghostship Diaries“, der vollgepackt mit den bandeigenen Trademarks Fanherzen höherschlagen lassen wird, das düstere „Cosomic Embrace“ geht dann gut ins Ohr und „Where The Wild Things Are“ spielt dann gekonnt mit folkigen Elementen. Da ließ man sich nicht lumpen und packte man dafür gleich das Hackbrett, die E-Sitar und Instrumente, die wohl die wenigsten Metaller kennen, also Monochord und Swarmandal, aus. Ein Song zum Schunkeln und Mitbrüllen. Komplex wird es im verträumten 7-Minüter „Our Place Among The Stars“ und auch der heavy tönende Titeltrack überzeugt.
Außerdem sei das intensive „Bonded By The Light“, das wahrscheinlich nicht zufällig, wie ein James Bond Soundtrack tönt und zwischen Bläsern und Akustikgitarre hin und her wechselt, lobend erwähnt. Ein Song der unter die Haut geht, während „Lighthouse“ mit orientalischen Klängen spielt und den Härtegrad wieder nach oben schraubt.
EDENBRIDGE können hier ihre Fans rund um den Globus sicher mühelos zufriedenstellen, neue dazugewinnen und spannendes neues Material für die Bühnen geschaffen. Auch wenn es mir wieder an echten Instant-Hits fehlt, so schafft es die Band ihre Jahrzehnte lange Erfahrung mit neuen und mutigen Ideen zu kombinieren. Der höhere Härtegrad und dass man sich nun noch öfter das Tempo anziehen traut, tut dem Bandsound zudem gut.
Autor: Max Wollersberger
Tracklist „Set The Dark On Fire“:
1. The Ghosthip Diaries
2. Cosmic Embrace
3. Where The Wild Things Are
4. Tears Of The Prophets
5. Our Place Among The Stars
6. Set The Dark On Fire
7. Bonded By The Light
8. Divine Dawn Reveal
9. Lighthouse
10. Spark Of The Everflame – Let Time Begin
11. Spark Of The Everflame – The Winding Road To Evermore
12. Spark Of The Everflame – Per Aspera Ad Astra
13. Spark Of The Everflame – Where It Ends, Is Where It Starts
Gesamtspielzeit: –
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