ANGEL DU$T – Cold 2 The Touch
ANGEL DU$T
Cold 2 The Touch
(Hardcore | Punk | Alternative)

 


Label: Run For Cover
Format: (LP)

Release: 13.02.2026


Angel Du$t is rock & rollJustice Tripp
Dieser Satz bleibt hängen und bringt dieses Album ziemlich gut auf den Punkt. Ich möchte es eigentlich gar nicht großartig zerpflücken oder zerreden, denn dafür ist das Ganze zu geschlossen, zu rund, obwohl es stilistisch in alle Richtungen ausschlägt. Was ANGEL DU$T auf „Cold 2 The Touch“ abliefern, ist vielfältig und gleichzeitig wie aus einem Guss.

Mit „Pain Is A Must“ packt das Album die Hörer*innen direkt. Alternative angehauchte Vocals von Justice Tripp treffen auf die von Scott Vogel (TERROR), dazu groovige Riffs, die sofort ins Ohr gehen. Der Song hält sich noch etwas zurück, lädt aber ab dem ersten Moment zum genauen hinhören ein und zieht einen mühelos hinein. „Cold 2 The Touch“ knüpft daran an, galoppiert mit deutlich mehr Hardcore-Einfluss nach vorne und bleibt eingängig. Dabei wirkt aber nichts eintönig!

„I’m The Outside“ nimmt das Tempo leicht raus und baut mehr auf Rock-Elemente. Instrumental erinnert das stellenweise an STONE TEMPLE PILOTS – angenehm lässig. „Jesus Head“ beginnt mit ruhigem Gitarrenintro, baut dann Spannung auf und hebt sich hier deutlich von den ersten Tracks ab. Mit „Du$t“ wird es dann experimenteller. Reverse Drums und fast schon poppige Momente überraschen im besten Sinne. Gegen Ende brechen dann plötzlich unerwartete BlastBeats hinein und zeigen: ANGEL DU$T lassen sich in keine Schublade stecken.

„Nothing I Can’t Kill“ kommt wie eine kleine Motivationshymne daher. In „Zero“ wird Jim Caroll, der neue Gitarrist dann richtig präsent, ab der Mitte des Tracks nimmt dieser dann noch richtig Fahrt auf, nicht zuletzt durch die Vocals von Wes Eisold von AMERICAN NIGHTMARE und COLD CAVE. „Downfall“ mit Patrick Cozen von RESTRAINING ORDER bringt leichten QUEENS OF THE STONE AGE Sound mit rein und erweitert die Vielfältigkeit auf dem Album erneut.

„Man On Fire“ mit UK-Punk Legende Frank Carter setzt auf präsenten Bass und langsamen Aufbau. Ein Slowburner, der hinten raus zwar noch punkiger wird, bei dem ich mir mit dem Feature von Frank Carter aber mehr erwartet hätte. „The Knife“ und „The Beat“ liefern zum Schluss noch einmal aggressive Rock and Roll Riffs. Vor allem „The Beat“ mit Taylor Young von TWITCHING TONGUES und DEADBODY an den Vocals sticht heraus und hebt sich stilistisch noch einmal deutlich vom Rest ab.

In knapp 26 Minuten passiert hier erstaunlich viel. „Cold 2 The Touch“ überrascht, unterhält und fühlt sich trotzdem nie überladen oder überfordernd an. Es macht einfach Spaß.

In Summe liefern ANGEL DU$T mit „Cold 2 The Touch“ ein Album, das schwer einzuordnen ist. Hardcore, Alternative, Rock and Roll, ein Hauch Pop und viele überraschende Momente. Am Ende bleibt ein Album, das von der ersten bis zur letzten Minute mitreißt.

Autorin: Daniela Krebelder


Tracklist „Cold 2 The Tuch“:
1. Pain Is A Must
2. Cold 2 The Touch
3. I’m The Outside
4. Jesus Head
5. Zero
6. Downfall
7. DU$T
8. Nothing I Can’t Kill
9. Man On Fire
10. The Knife
Gesamtspielzeit:

 


Band-Links:

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ANGEL DU$T – Cold 2 The Touch
ANGEL DU$T – Cold 2 The Touch
LineUp:
Justice Tripp (Vocals)
Steve Marino (Guitar)
Jim Caroll (Guitar)
Zechariah Ghostribe (Bass)
Nick Lewis (Drums)
Guest:
Scott Vogel (TERROR)
Frank Carter
Wes Eisold (COLD CAVE)
Patrick Cozen (RESTRAINING ORDER)
8
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