assignment - with the end comes silence
ASSIGNMENT
With The End Comes Silencel
(Progressive Power Metal)

 


Label: Massacre Records
Format: (LP)

Release: 06.02.2026


Zwar habe ich nicht danach gesucht, doch da entdeckte ich doch mal wieder eine mir bis dato unbekannte Band aus dem Porgressive Power Sektor und siehe da, ASSIGNMENT agieren bereits seit mehr als 30 Jahren, stammen aus dem deutschen Gütersloh und haben auf „With The End Comes Silence“ so einiges zu bieten.

Düsteren Power-Prog der amerikanischen Sorte gibt es sogleich, jedoch schleichen sich im opulenten und düsteren Sound der Herren immer wieder rockige Riffs, thrashige Parts und auch eine gewisse Theatralik ein. Da Gesangswunder Diego Valdez (u.a. DREAM CHILD, Ex-IRON MASK) im Opener „Fallen“ wie ein Mix aus Tim „Ripper“ Owens und Zakk Stevens klingt, kommt da neben NEVERMORE oder SYMPHONY X schnell SAVATAGE in den Sinn. Trotz progressiver Schlagseite, dominiert auf jeden Fall die Power beim düster modernen Metal, der mit „Nothing To Say“ nach wunderschönem Keyboard Intro und opulenteren Tönen, wunderbar ins Ohr geht. Diego geht hier aber nicht nur ins Ohr, sondern auch unter die Haut. So durfte der Meister auch einst beim zweiten Teil von VALLEY DOOM mitspielen, und könnte auch jeden Stadion-AOR Truppe mit seiner rauchigen Stimmgewalt anführen.

Die jahrelange Erfahrung hört man der Truppe an, denn die Songs sind durchdacht, komplex, voller Überraschungen und Details, wirken aber nie zu lange, überladen oder überfordernd und bieten zahlreiche Hooks, wie eingängige Refrains mit Köpfchen. Dennoch wagen die Deutschen auch immer wieder mal längere Instrumentalparts, die aber weniger virtuos, denn heavy wirken. Fast schon wie eine Rock-Oper tönt dann der fast achtminütige getragene Brecher „The Tower“. Verträumte Keys treffen auf komplexe Songstrukturen, aber auch Rockriffs mit richtig Durchschlagskraft. Um einiges treibender und ruhiger zeigt sich „Selling My Soul“, dafür umso emotionaler und mit leichtem DREAM THEATER Unterton. Sphärisch mit futuristischen Synthies beginnt danach „Call For Heaven“ und lässt einmal mehr Rockriffs auf metallischen Prog treffen. Backings, die von niemand geringerem als Thomas Vikström (THERION) kommen, garnieren nicht nur diesen Song und so manch Twist hält die Spannung am Leben, während der Refrain wieder gut ins Gehör fließt. Mit Martin Kesici hat „Angel Of Berlin“ nicht zu tun und gefällt mit gelegentlichen Akustik-Einschüben und hymnisch mehrstimmigem Refrain, sowie treibenden Soli, die den Track zu einem absoluten Anspieltipp machen.

Thrashig, komplex und wieder recht amerikanisch tönt zunächst das extrovertierte und titelgebende „With The End Comes Silence“ in fast neun Minuten. Im Verlauf kommen wieder starke Chöre, ein Refrain zum Mitbrüllen, gelungene Synthies und sehr starke Gitarrenarbeit dazu. Aber auch die Rhythmusfraktion darf hier im Instrumentalteil mehr als glänzen, peitscht diese doch gewaltig nach vorne. Dem Titel entsprechend, zeigt sich „The Curtain Falls“ wieder opernhafter und bombastischer.

ASSIGNMENT sollten eigentlich schon in der Oberliga mitspielen, wenn ich mir dieses Werk hier so zu Gemüte führe und mich weiterhin frage, warum diese Truppe nicht schon länger auf meinem und vieler anderer Radare erschienen ist. Aber nun haben die Deutschen ja die Chance für mächtig Aufmerksamkeit zu sorgen.

 

Autor: Max Wollersberger


Tracklist „With The End Comes Silence“:
1. Fallen
2. Nothing To Say
3. Beyond Recognition
4. Those Words
5. The Tower
6. Selling My Soul
7. Call For Heaven
8. Angel Of Berlin
9. With The End Comes Silence
10. The Curtain Falls
11. Endlessly
Gesamtspielzeit:

 


Band-Links:

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ASSIGNMENT – With The End Comes Silence
LineUp:
Diego Valdez (Vocals)
Goran Panić (Guitars)
Heiko Spaarmann (Bass)
Michael Kolar (Drums)
Guest:
Thomas Vikström (Backings - THERION)
Simone Mularoni (Guitars - DGM)
Marco Ahrens (Guitars - POVERTYS NO CRIME)
8.5
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