
Norwegen hat schon immer eine interessante Progressive Metal Szene gehabt und einige Perlen wie LEPROUS, PAGAN’S MIND oder CONCEPTION hervorgebracht. Auch die aus Frederikstad stammenden Herren von COURSE OF FATE bedienen das Genre überaus kreativ. Zwar bereits Anfang der 2000er gegründet, kamen die Nordmänner erst 2020 in die Gänge, liefern nun mit „Behind The Eclipse“ dann aber doch schon den dritten Longplayer.
Ein spannendes Intro eröffnet und düstere heavy Töne erwarten uns aber sogleich im Titeltrack, bei dem Sänger Eivind Gunnesen an SAVATAGE Legende Zakk Stevens erinnert. Doch der zehnminütige Track bietet noch viel mehr, wie hymnische Parts, düstere wie ruhige Zwischenparts mit passenden Vocals und auch ein paar Ambiente Parts sowie ein starkes PINK FLOYD artiges Solo. Die Band selbst vergleicht ihre bisherigen Konzepte gerne mit Großwerken der Marke „The Wall“, „Operation Mindcirme“ oder „Scenes Form A Memory“, womit auch weitere Einflüsse geklärt wären. „Behind The Eclipse“ hat zwar kein durchgängiges Konzept, doch einen roten Faden in dem das Zusammenspiel von Licht und Dunkelheit eine zentrale Rolle spielt, sollen die Tracks dennoch mitbringen.
Mehr outgoing kommt dann das krude „Sky Is Falling“ daher. Mal wird gestampft, dann bedrohlich mit getragenen, hohen Vocals für eine ganz eigene Atmosphäre gesorgt und auch hier gefällt das treibende, dramatische Solo. Ob der dunklen Grundausrichtung und den Heavy Riffs kommen im Verlauf aber auch noch EVERGREY und PAIN OF SALVATION in den Sinn, doch COURSE OF FATE weben ihre Einflüsse gekonnt ins Gesamtkonzept, sodass ein ganz eigener Sound entsteht. „Acolyte“ klingt wieder theatralisch, Eivind legt sich gewaltig ins Zeug und die Stimmung ist einmal mehr erdrückend, während man in „Hiding Form The Light“ einerseits thrashig agiert, andererseits mit wohligen Melodien arbeitet, die Quotenballade „Don’t Close Your Eyes“ mit Streichern und filigranen Vocallines punktet und „Neverwhere“ das Album zunächst ruhig und atmosphärisch und im weiteren Verlauf wieder heavy und drückend, beendet.
COURSE OF FATE bieten eine interessante Mischung und können trotz zahlreicher Einflüsse als eigenständig, kreativ und innovativ bezeichnet werden. Ein spannendes wie detailreiches Album mit vielen Überraschungen, Twists and Turns.
Tracklist „Behind The Eclipse“:
1. Memories
2. Behind The Eclipse
3. Sky Is Falling
4. So It Goes
5. Acolyte
6. Hiding From The Light
7. Don’t Close Your Eyes
8. Neverwhere
Gesamtspielzeit: –
