
Press Start
(Deathcore | Trancecore)
Label: Century Media
Format: (LP)
Release: 27.03.2026
I’m feeling like I miss a little rock’n’roll
All this bamboo eating
And the kung fu beatings…Pandastruck
„Press Start and try again“, heißt es beim zugehörgen Titeltrack des zweiten Werkes der SAMURAI PIZZA CATs rund um den elektrischen Callboy und Gitarristen Daniel Haniß, der – wie man meint – eigentlich mit seiner über alles dahinfliegenden Tranccore-Sensation mehr als ausgelastet sein sollte. Zwar hatte man am Debüt für den grandiosen Hit „Pizza Homicide“ auch Nico Sallach an den Vocals, groß hausieren ging der talentierte Gitarrist bisher nicht mit Erfolg von ELECTRIC CALLBOY, sondern sieht die Pizza-Katzen als eigene Spielwiese, die sich ihren Erfolg selbst verdienen sollte.
Auch wenn das Debüt „You’re Hellcome“ etwas kurz ausgefallen ist und nicht alles vollends zündete, ist ein Neustart nicht nötig und so geht es mit „Press Start“ sogleich so weiter, wie der Vorgänger aufgehört hat. Kurzweiligen Metalcore mit poppigen Elemente, vielen Electronica und dem nötigen Funfactor.
Nach dem passenden Intro „Insert Coin“ startet man mit „Pandastruck“ auch schon den ersten Hitkandidaten, der mit Rapgesang startet, schnell in Growl umschwenkt, die von Synthies und heavy Rffs flankiert werden. Im Refrain switcht Fronter Sebastian Fischer zu eingängigen Clean-Vocals, die zum Mitsingen einladen. Noch eingängiger wird es bei „T-Rex(Plosion“), bei dem die Goldkehle von Jessie Williams (ANKOR) zum Duell lädt. Fast schon wie ein Pop-Sommerhit beginnt das Stück und animiert mit dem: „T-R-E-X“ – Part gleich wieder zum Mitbrüllen. Live wird das ein Fest! Heavier, aber nicht minder einprägsam geht es dann bei „Fear No Silence“ weiter. Hier kommt das „Pizza“-Thema wieder zum Zug und im Refrain setzen die Stromgitarren komplett aus, was wunderbar funktioniert.
Auch wenn man EC-Vibes immer wieder spürt, sei es bei den elektronischen Elementen, den verzerrten Vocal-Parts, die immer mal wieder für die Atmosphäre eingestreut werden oder auch bei den tighten Beats, so kann man definitiv nicht von einer Kopie sprechen, viel mehr von einem coole Spin-Off, dass die Callboy-Welt erweitert. Und dennoch wäre es schön gewesen, wen der Bonustrack in Form des erwähnten Hits vom Debüt als ELECTRIC CALLBOY Version neu aufgelegt wurde, statt hier mit der STVW-Version ein eher müdes Cover zu präsentieren.
Aber das sei ja nur ein Bonus und mit „Super Zero“, eine weitere Hymne, die ihren fixen Platz im Live-Set schon jerzt verdient hat, zeigt man sich auch lyrisch etwas tiefgründiger, während „Rmane-Man“, welches gemeinsam mit der Japanese Idol Group BABYBEARD aufgenommen wurde ebenso wie „Penguin Supreme“ eher mit einem Augenzwinkern zu sehen sind.
Die SAMURAI PIZZA CATS liefern einmal mehr einen kurzweiligen, wie gekonnten Mix aus Metalcore, Pop, Rap und verschiedenen Electronic-Genres, die man wunderbar ineinanderfließen lässt und zeigt, dass das Genre durchaus noch Material verträgt und Daniels Hauptband zwar weiter am Thron sitzen, aber auch ein paar Prinzen und Prinzessinnenwohl in der Ecke des Saals Platz finden dürfen .
Autor: Max Wollersberger
Tracklist „Press Start“:
1. Insert Coin
2. Pandastruck
3. T-Rex(plosion) (feat. ANKOR)
4. Fear No Slice
5. Error 808
6. Level Up
7. Ramen-Man (feat. BABYBEARD)
8. Penguin Supreme
9. Super Zero
10. City Of Gold
11. Thanks for Playing
12. Pizza Homicide – STVW Version
Gesamtspielzeit: 29:50
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