
In den späten 90er/frühen 2000ern brachten es SLAVESON – damals als komplette Band – auf drei EP’s. Seit Mastermind Thomas Haugeneder 2023 beschloss, die Band als Soloprojekt weiterzuführen sind es bereits vier Alben. Das neueste Werk „Heraklit“ bietet den gewohnten old-school Death Metal der SLAVESON immer ausgemacht hat.
Allerdings unterscheidet sich das Album doch etwas von den Vorgängern. Es finden sich vermehrt Elemente anderer Genres und das Album ist düsterer und stellenweise atmosphärischer ausgefallen. Dies ist vor allem beim Opener „Zerfall“ der Fall. Hier finden sich vereinzelte Black Metal und Gothic Parts und phasenweise sehr melancholischer Gesang. Danach wird aber ordentlich Gas gegeben. „Schattengold“ ist ein ziemlich schneller und brutaler Song, der stellenweise etwas das Tempo zurücknimmt ohne dabei an Brutalität zu verlieren.
„Zwischen Stahl Und Stille“ und „Martyrium“ drosseln das Tempo etwas, walzen aber alles nieder. So soll old-school Death klingen – brachial. Für den Titeltrack gilt fast dasselbe, wobei hier sehr doomige Passagen vorherrschen, was den Song ziemlich brutal und böse daherkommen lässt.
Der zweite Teil des Albums wird dann mit dem Piano-Intro „Chapter II Rebirth“ eingeläutet. „Toxic Empire“ , „No King No Slave“ und „Chains Of Tyranny“ sind drei schöne midtempo Stampfer. „Ruins Of Lies“ hingegen wartet wieder mit einigen Black Metal lastigen Parts auf, bleibt tempomäßig aber auch im midtempo Bereich. Zum Schluss wird dann mit „Unbound At Dawn“ noch mal etwas mehr Gas gegeben.
Alles in Allem ist „Heraklit“ ein sehr solides Death Metal Album geworden, vor allem wenn man bedenkt, dass Thomas für alles verantwortlich ist und jeder Song in einem Tag entstanden und aufgenommen wurde. Gutes Songwriting, gepaart mit den musikalischen Fähigkeiten und dem rauen Gesang liefert alles, was man von Death Metal erwartet. Soundtechnisch perfekt umgesetzt von Lukas Haidinger. Das einzige was man kritisieren kann, ist der Drumcomputer da dieser den Drumsound doch sehr steril macht. Trotzdem kann man bedenkenlos mal reinhören und den heimischen Underground supporten.
Autor: Tom Bauer
Tracklist „Heraklit“:
1. Zerfall
2. Schattengold
3. Zwischen Stahl Und Stille
4. Martyrium
5. Heraklit
6. Toxic Empire
7. No King No Slave
8. Ruins Of Lies
9. Chains Of Tyranny
10. Unbounded At Dawn
Gesamtspielzeit: 43:12
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