SUECIDE HIGH - Chaos Has Its Charme
SUECIDE HIGH
Chaos Has Its Charme
(Alternative Rock | Modern Roc)

 


Label: M&O MUSIC
Format: (LP)

Release: 09.10.2026


„Wir machen keine Musik für den Hintergrund. Entweder du gehst voll mit oder du verlässt den Raum.“

Manchmal braucht Rock keine Hochglanzproduktion, keine überladenen Arrangements und keine künstlich aufgeblasenen Gesten. Manchmal reichen verdammt gute Riffs, ein hämmerndes Schlagzeug, ein dröhnender Bass und eine raue Stimme, die klingt, als hätte sie schon ein paar Kämpfe hinter sich. Genau dort setzt SUECIDE HIGH an. „Chaos Has Its Charme“ ist kein Album, das höflich anklopft, nope, es tritt die Tür ein.

Zwölf Songs lang bewegt sich die belgische Band zwischen Heavy Rock, Grunge, 90s Alternative und Punkrock. Statt musikalischem Bombast liefert sie einen dreckigen, kantigen Sound mit direkten Songstrukturen, die genau durch ihre Reduktion enorme Wucht entfalten.

„Somewhere Else“ eröffnet den Angriff ohne Anlaufphase: Treibende Gitarren, starker Rhythmusdruck und rauer Gesang vermitteln eine unruhige Fluchtenergie. Der Bandnamentrack „Suecide High“ bündelt die Identität der Band im Anschluss als dreckiges Riffgewitter, es ist abgeklärt, trotzig und auf das Wesentliche reduziert. Auch „The Hard Way“ bleibt konsequent auf Angriff geschaltet. Das Riff marschiert und klingt nach Erfahrung mit Dreck unter den Fingernägeln.

Mit „Chaos Has Its Charme“ erreicht die Platte ihren programmatischen Mittelpunkt. Das Chaos wird hier zum musikalischen Konzept: Knirschende Gitarren und drückende Rhythmen erschaffen eine kontrollierte Unordnung, in der jedes Element seinen eigenen Schmutz mitbringt. „Feel The Flames“ legt danach mit heißen Gitarren und gekonnter Dynamik nach, bevor „I’m Miracle“ mit rotziger Selbstsicherheit und ungeschnörkeltem Groove punktet.

Anschließend wird es dunkler. „Darkness Falls“ nimmt das Licht aus dem Raum und arbeitet langsam, schwer und bedrohlich. „Thousand Years“ öffnet danach wieder mehr Raum und verhindert durch den Wechsel von Härte und Melodie, dass die Platte zur eindimensionalen Riffmaschine verkommt. „Man Of Principle“ steht wiederum unverspielt und kantig wie eine Betonwand im Raum, gefolgt vom atmosphärischen „Nowhere Man“, das das Gefühl von Entfremdung und Orientierungslosigkeit aufgreift.

Mit „Let The People Ride On“ folgt ein treibender Rock’n’Roll-Aufschrei gegen Machtlosigkeit, der das Motiv unruhig und druckvoll in Bewegung übersetzt. Zum Schluss fungiert „Devastating Man“ als Abrissbirne: Heavy Gitarren, treibender Rhythmus und eine angepisste Grundhaltung werfen einen letzten Blick zurück auf eine Straße voller Schutt.

SUECIDE HIGH beeindrucken, weil sie wissen, wann ein Riff reicht. Ganz nach dem Motto „less is more“ verzichten sie bewusst auf überflüssigen Ballast. Das ist kein glattpoliertes Rockalbum.

Es ist ein Album mit Schrammen. Mit Dreck unter den Nägeln. Mit Verstärkern, die lieber knurren als glänzen. Und genau deshalb funktioniert „Chaos Has Its Charme“ so gut: SUECIDE HIGH machen aus Chaos keinen Fehler, sondern eine Haltung.

Autorin: Bianca Ully


Tracklist „Chaos Has Its Charme“:
1.Somewhere Else
2.Suecide High
3.The Hard Way
4.Chaos Has Its Charme
5.Feel The Flames
6.I’m Miracle
7.Darkness Falls
8.Thousand Years
9.Man OF Principle
10.Nowhere Man
11.Let The People Ride On
12.Devastating Man
Gesamtspielzeit: 42:01

 


Band Links

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SUECIDE HIGH - Chaos Has Its Charme
SUECIDE HIGH – Chaos Has Its Charme
LineUp:
Renaud Mayeur (Guitar/Keys/Vocals)
Stéphane Panozzo (Guitars)
Fabrice Giancinto (Bass)
Charly Cornez (Drums)
7.5
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