
SKÁLD ist eine Neofolk-Band aus Frankreich die 2018 gegründet wurde. Über die Jahre hinweg erschienen mehrere Alben und es wurde auch fleißig live gespielt. Ich hätte die Gruppe eigentlich im Zuge der FAUN-Tour in Graz sehen sollen, aber da wurde die Beteiligung wegen Krankheit kurzfristig abgesagt. Nun gibt es mit „Ørlǫg“ einen neuen Longplayer dem eine ausgiebige Tour gemeinsam mit THE HU folgt, die jedoch keine Station in Österreich macht.
Man startet mit Trommeln und schamanisch wirkendem Gesang der im weiteren Verlauf glockenhellem weicht und nach einer Weile chorale Ergänzung erfährt. Eine tiefe gutturale Stimme intensiviert zusätzlich das ohnehin schon intensive Flair, und diese übernimmt bei „Myrkviðr“ das Zepter. Auch hier wird nicht an epischem Chorgesang gespart. „Ratatoskr“ startet als sanfte Ballade, erfährt im weiteren Verlauf jedoch auch tiefen Gesang, wodurch der rituelle Charakter weiter verstärkt wird. „Dǫkksalir“ hat viel von einem Tanzlied an sich und bei „Útgarðr“ dominieren die stampfenden Töne, die eine kriegerische Ausstrahlung transportieren. Sehr langsam kommt „Ek Skal Riða“ daher, aber durch den großen Anteil an Chorgesang und Kampfgeräuschen im Hintergrund entsteht ein kriegerisches Flair. „Himinbjǫrg“ ist ein vergleichsweise schneller Track der meist durch tiefen Gesang geprägt wird, und ein gewisses Voodoo-Flair verströmt. Bei „Heiemo Og Nykkjen“ wird dann wieder viel Tempo herausgenommen und bei „Veit Barnit“ handelt es sich um ein Tanzlied mit wenig stimmlicher Umrahmung. Den Abschluss bildet „Eldr Ok Iss“, bei dem noch einmal das zuvor Gehörte in einen Track verpackt wurde, und so wird man quasi mit einer Zusammenfassung in die Realität entlassen.
Die Musik von SKÁLD wird in erster Linie Folk-Fans ansprechen, die auf Bands wie WARDRUNA und HEILUNG stehen. Die Französ*innen verfolgen einen ähnlichen Weg, und durch die Verwendung von altnordischer Sprache erzeugen sie ein doch recht authentisches Flair. Somit kann man den Freunden der urigen Unterhaltung „Ørlǫg“ wirklich empfehlen.
Autorin: Elisabeth Eichmüller
Tracklist „Ørlǫg“:
1. Draumakona
2. Myrkviðr
3. Ratatoskr
4. Dǫkksalir
5. Útgarðr
6. Ek Skal Riða
7. Himinbjǫrg
8. Heiemo Og Nykkjen
9. Veit Barnit
10. Eldr Ok Iss
Gesamtspielzeit: 41:49
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