MASTER – Among The Seeds Of Death
MASTER
Among The Seeds Of Death
(Death Metal)

 


Label: Hammerheart Records
Format: (LP)

Release: 16.10.2026


“You do not find modern sounds here, and it feels like a throwback into the 80s / early 90s, but that is what we all want any way.”

MASTER teilen das Schicksal mit jeder Band weltweit. Am Ende des Tages ist es eine 50/50 Chance, ob sich Erfolg einstellt und welchen Platz man in der Musikgeschichte einnimmt. Die Ikone Paul Speckmann gründete MASTER 1983, zur selben Zeit als ein Gewisser Chuck Schuldiner MANTAS (später DEATH) aus der Taufe hob. Beiden Bands sind damit als Urväter des Death Metal und Legenden der allerersten Underground Tape Trading Szene einzustufen. Dann nahm das Schicksal seinen Lauf und MASTER hatten Labelprobleme, während DEATH mit „Scream Bloody Gore“ die extreme Musik für immer veränderten.

Paul Speckmann schien deswegen nie verbittert, sondern folgt seit über 40 Jahren und nun 16 Alben konsequent seinem Weg. MASTER sind so Oldschool wie man nur sein kann. Nichts im Sound, der nun in Tschechien verorteten Band, ist poliert, modern oder biedert sich irgendeinem Trend an. Auch „Among The Seeds Of Death“ ist roh und dreckig in jeder Nuance, sowie voller politischer Ansichten und Sozialkritik. Speckmann hat nichts für Blut und Gore über, und sieht die Realität als brutaler als jede erfundene Geschichte an.

Der größte Unterschied von MASTER zu vielen seiner Zeitgenossen, wie MASSACRE oder auch DEATH, ist bereits im Opener „Twas Always A Plan“ offensichtlich. Der Sound ist thrashig und punkig. Durch die extreme Verzerrung des Basses von Paul Speckmann werden Parallelen zu Lemmy und MOTÖRHEAD hörbar. Und auch die Vocals unterscheiden sich von Szenegrößen und bekannten Namen wie John Tardy, Glen Benton oder Kam Lee. MASTER leben von dem wütenden heiseren Brüllen von Speckmann, statt dem ansonsten vorherrschenden Growling, was dem ganzen Album einen sehr dreckigen rockigen Anstrich gibt.

„Injustice And Lack Of Remorse” öffnet mit einem coolen Speckmann Bass-Solo, bevor es im thrashigen Höllentempo dahingeht. Gerade im Verse drückt das punkige Gesicht der Gitarren mächtig an, bevor die Doublebass alles in Schutt und Asche legt.

Die Wechsel von Mid- und Up-Tempo Passagen machen Stücke wie „A Cell With A Door And No Slave“ und „Within My Grasp“ doch recht abwechslungsreich. MASTER verstehen es Groove mit purer Gewalt zu verbinden und die Nackenwirbel brechen zu lassen. Die Soli sitzen, und wenn dann wie in „Unsettled Loss“ dazwischen Spielerein mit Breaks und rotzigen Riffs sich die Bälle zuspielen, wippt der Fuß und nickt der Kopf unbewusst mit.

Dass sie auch anders können, beweist die Band im Titeltrack und „Dust’s Arrival“, die beide immer wieder im doomigen Fahrwasser schiffen, um dann mit gelegentlichen Geschwindigkeitsausreißern den Death Charakter zurückzugewinnen.

„Among The Seeds Of Death” ist eine wunderbare Hommage einer Legende an einen ikonischen Stil. Unverfälscht und unverändert streckt Speckmann allen jungen Trends der Moderne den Mittelfinger entgegen und schafft es in all dem Rumpeln, der Rohheit und dem niemals poliertem Sound von MASTER eine fast die alten Zeiten verklärende Stimmung zu erschaffen. Und das muss man auch erst einmal schaffen.

 

Autor: Michael Wimmer


Tracklist „Among The Seeds Of Death“:
1. Twas Always A Plan
2. Among The Seeds Of Death
3. Injustice And Lack Of Remorse
4. A Cell With A Door And No Slave
5. Unsettled Loss
6. Within My Grasp
7. Watch As Children Burn
8. Dust’s Arrival
9. Let’s Revoke
Gesamtspielzeit: 41:16


Band Links: 

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MASTER – Among The Seeds Of Death
MASTER – Among The Seeds Of Death
LineUp:
Paul Speckmann (Vocals, Bass)
Alex Nejezchleba (Guitars)
Peter Bajci (Drums)
8
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