
Toxic Noxious Undeath
(Death Metal)
Label: Xtreem Music
Format: (LP)
Release: 13.08.2026
MEGASCAVENGER mit „Toxic Noxious Undeath” sind Rogga Johanssons neunte (!!!) Albumveröffentlichung 2026. Dieser Output ist wahrlich sensationell und nicht immer wird nur durchschnittliche Qualität präsentiert. PAGANIZER, RAVAGED BY THE YETI, oder erst vor kurzem LEPER COLONY, stehen alle gut im Saft.
Dieses Projekt unterscheidet sich nun doch grundsätzlich vom Rest des Johansson‘schen Katalogs. Auf zehn Tracks sind zehn Gastsänger zu finden, die sich ein bisschen wie das who-is-who des Oldschool Death Metals lesen. Am Mikro sind daher definitiv keine Schwachstellen zu erwarten. Die Befürchtung, dass dadurch aber ein zerrissenes Compilation-Album entsteht, bewahrheitet sich auch nicht. Rogga Johannson schafft es tatsächlich meisterhaft, erstens jedem der Vokalisten einen Song auf den Leib zu schneidern, und zweitens das wie ein homogenes komplettes Album klingen zu lassen.
Das Grundgerüst der Songs ist klar, da auch Rogga seinen ganz spezifischen skandinavischen Sound hat. Sägende schwere HM-2 Riffs entfachen den typischen schwedischen Groove. Die Melodien sind wahnsinnig eingängig und Rythmuswechsel bringen die nötige Eigenständigkeit der Songs zutage. So weit so gut, bleibt da noch die Frage, wie sich die Gastsänger machen, und ob das nicht auf Albumlänge etwas langweilig wird?
MASSACRE Legende Kam Lee eröffnet unverkennbar den Reigen. Sein tiefes Organ setzt sich herrlich über die groovigen Gitarren und zeigen, dass amerikanischer Death Metal grandios mit der schwedischen Marke harmonieren kann. Felix Stass von CREMATORY gelingt es im folgende Sing, im Refrain sogar ein paar doomige Duftnoten zu setzen bevor der VOMITORY Fronter Erik Rundqvist ein ersten Highlight erschafft. „Exploding Casket Syndrome“ ist, wie der Name schon sagt, ein explosiver Song, der voller Energie mit rockigem Riffing vorneweg geht. Die Vocals sind nicht minder energisch und gehen direkt in die Magengrube. Der Track ist ein echtes Highspeed Juwel.
Dave Ingram setzt auf „ A World Of Fire And Brimstone” die Geschwindigkeit gehörig herunter. Die Markante Stimme des ex-BOLT THROWER/ex-BENEDICTION Fronters würde man unter tausenden erkennen und schafft es doomige Schwere mit Death Härte zu verbinden wie kaum ein anderer. Der Song als weiteres Highlight setzt einen perfekten Kontrapunkt zum bereits erwähnten „Exploding Casket Syndrome“.
„Toxic Noxious Undeath“ lebt als Album von der großartigen Leistung all der Gäste, die jeden Song zu ihrem Eigenen machen. Das sollte aber auch dem wirklich guten Songwriting von Rogga Johansson zuerkannt werden, da jeder Track gefühlt passt wie die Faust aufs Auge, und insgesamt ein so gefälliges und gerne wieder gehörtes Album daraus wird.
Autor*in: Michael Wimmer
Tracklist „Toxic Noxious Undeath“:
1. Graveyard Dreams And Bonehouse Screams
2. Corpses Below
3. Exploding Casket Syndrome
4. Heading For The Furnace
5. A World Of Fire And Brimstone
6. Fleshburner Yearner
7. As Purgatory Ascends
8. Toxic Noxious Undeath
9. Shallow Grave Overflow
10. The Morbid Rides Again
Gesamtspielzeit: 33:18
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