SONATA ARCTICA - The Ninth Hour

SONATA ARCTICA
The Ninth Hour
(Power Metal | Progressive Metal)

 


Label: Nuclear Blast
Format: (LP)

Release: 08.10.2016


Etwas ruhiger und etwas nachdenklicher als sonst ist das neue Werk der finnischen Power Metal Band SONATA ARCTIA, die mit „The Ninth Hour“ ihr neuntes Album herausbringen. Der erste Track des Albums „Closer To An Animal“, der bereits vorab im Netz zugänglich war, führt einen mit vertrauten Arrangements in die Geschichte ein. Die verschiedenen Stimmungswechsel gehen perfekt ineinander über und lassen sofort den unverwechselbaren Sound der Band erkennen. Auch Text und Titel des Songs beinhalten Elemente, die auf das Artwork des Covers anspielen. Dieses zeigt eine Sanduhr, auf deren linker Seite der Mensch die Natur gezähmt und auf der rechten Seite die Natur über den Menschen gesiegt hat. In der Mitte befindet sich eine Art Utopia, eine Stadt die Mensch und Natur im Gleichklang vereint.

Der darauf folgende Track „Life” ist im Vergleich schneller und fröhlicher und die Zeile „Life is better alive“ soll zeigen, dass die Zeit so schnell verrinnt, wie in einer Sanduhr. Mit einem leisen, märchenhaften Glockenspiel startet „Fairytale“, bevor der Song an Fahrt aufnimmt und einem die umfangreichen Stimmfacetten von Tony Kakko um die Ohren blasen. Das musikalische Battle zwischen Gitarre und Keyboard wird immer ausgefeilter ohne die Harmonie des Songs zu stören. Mit „We Are What We Are”, das zwar einen langsamen balladenartigen Einstieg hat, wird es wieder zunehmend kritischer. Die Kraft mit der die Lyrics herausgeschmettert werden und die Message, mehr Verantwortung für unser eigenes Handeln zu übernehmen, dominieren die langsame Melodielinie.

Das musikalische Highlight des Albums ist „Till Death’s Done Us Apart” das gleich zu Beginn losfetzt, bevor es wieder langsamer wird und ein theaterartiger Part losgeht. Der Song vereint perfekt die musikalischen Anfänge von SONATA ARCTICA mit einem schnelleren und aggressiveren Sound und die melodischen, orchestralen Arrangements. Wer bis jetzt noch keine Gänsehaut bekommen hat, versteht die Magie die von diesem Album ausgeht einfach nicht. Auch die beiden nachfolgenden Songs erinnern von ihrer Art her an das Album „Silence“ und sind wieder schneller unterwegs.

Der Track „Fly, Navigate, Communicate” bleibt gleich von Beginn an hängen und besticht vor allem durch erschütternde Screams und thrashige Riffings. Das Lied „Candle Lawns” ist im Gegensatz dazu ruhiger und bewegt einem zum Nachdenken. Auch die Fortsetzung “White Pearl, Black Oceans Part II – By The Grace Of The Ocean” nimmt wieder epische Ausmaße an und ist vergleichbar mit einer “Metal Opera”. Mit dem sanften Rauschen des Ozeans legt sich ein Klangteppich über die Wellen und die jähen Breaks zwischen den verschiedenen Parts lassen dem Song die Aufmerksamkeit zukommen die er verdient. Nicht zu vergessen die gesangliche Spannweite und die kompositorische Leistung die dieser Track mit sich bringt.

Zuletzt spannt der Song „On The Faultline (Closure To An Animal)” den musikalischen und textlichen Bogen zum Beginn des Albums. Die halbakustische Version, mit SONATA-typischen Klangfolgen, greift die Parts des Einstiegssongs auf und bringt das Album zu einem würdigen Abschluss.

Wie bei den meisten SONATA ARCTICA Alben schlägt auch dieses nicht sofort ein, doch wenn man sich ein bisschen mit der Materie befasst hat wird man es lieben. Wie ein guter Wein muss es erst reifen, bevor man die gesamte musikalische und textliche Tragweite in sich aufnehmen kann.

 

 


Tracklist “The Ninth Hour”:
1. Closer To An Animal
2. Life
3. Fairytale
4. We Are What We Are
5. Till Death’s Done Us Apart
6. Among The Shooting Stars
7. Rise A Night
8. Fly, Navigate, Communicate
9. Candle Lawns
10. White Pearl, Black Oceans Pt. II – By The Grace Of The Ocean
11. On The Faultline (Closure To An Animal)
Gesamtspielzeit: 62:10


www.sonataarctica.info
www.facebook.com/sonataarctica

 

 

SONATA ARCTICA - Ecliptica
SONATA ARCTICA – The Ninth Hour
LineUp:
Tony Kakko
Elias Viljanen
Pasi Kauppinen
Tommy Portimo
Henrik Klingenberg
8
Share on: