DYMYTRY - Revolt
DYMYTRY
Revolt
(Psy-Core Metal)

 


Label: AFM Records
Format: (LP)

Release: 14.01.2022


Wir wollen der Welt zeigen, dass es auch in Tschechien großartige Musik gibt!Artur „R2R“ Mikhaylov

Vielleicht sind die tschechischen  Psy-Core Metaler DYMYTRY einigen bereits bekannt, denn die Band ist dort bereits lange kein Geheimtipp mehr und füllt regelmäßig große Konzerthallen. Bislang veröffentlichten sie ihre Alben stets komplett in tschechischer Spache, doch nun gibt es das neue Album „Revolter“ ins Englische übersetzt, um mit „Revolt“ die Fanscharren über die Landesgrenzen hinaus zu erweitern. Neu ist hier auch, dass Sänger Protheus nur am tschechischen Album zu hören ist und für die englische Version Alen „A.L.“ Ljubic an Bord geholt wurde. Protheus wird jedoch weiterhin bei allen tschechischen Konzerten der Frontmann bleiben.

Doch nun zum Album, welches mit dem gleichnamigen Titeltrack „Revolt“ startet. Für diejenigen, die DYMYTRY bereits kennen, muss man schon sagen, dass es zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig ist die Tracks auf Englisch zu hören. Nichtsdestotrotz ist „Revolt“ ziemlich eingängig, aber kommt fast schon etwas zu melodisch daher und entfesselt nicht unbedingt den gewohnten DYMYTRY Charakter. Der nachfolgende Track „Stronger“ ist da schon um einiges besser und vermittelt eher das musikalische Konzept. Vor allem die härteren Passagen des Tracks hauen richtig rein, wohingegen der ehe cleane Gesang etwas sanft erscheint.

Beim dritten Track „300“ merkt man dann, dass einen das neue Album langsam in das DM3 Universum zieht. Langsam werden hier die typischen Techno Elemente hinzugefügt, auch wenn der Track akustisch ausläuft. Der Song „Never Gonna Die“ erinnert teilweise an einen Nu-Metal Track aus den 2000er Jahren und könnte auch auf dem „Queen Of The Damned“ Soundtrack zu finden gewesen sein. Auch der Song „Rise And Shine“ überrascht mit seinem sanften Einstieg. Im Anschluss gibt es jedoch mit „Awaking The Monster“ ein paar härtere Töne zu hören.

Der Song „Until The World Knows Why“ verpackt etwas vom elektrischen Sound mit cleanem Gesang und geht schon fast in Richtung Power Metal. Der Track „Touchdown“ ist einer der besten am neuen Album. Hier vereinen sich Psy-Core Elemente und ein härterer Gesangsstil zu einer gelungenen Komposition. Auch der nachfolgende Track „Tick Tock“ gibt mehr Gas und zeigt was die Jungs drauf haben. Mit „Hope“ wird es wieder etwas ruhiger, bevor mit „Somebody’s Watching Me“ einen ROCKWELL Tribute Song gibt. Zum Schluss gibt es mit „Chernobyl 2.0“ noch einmal einen wirklich gelungenen Song, bei dem auf zukünftigen internationalen Konzerten ordentlich mitgebangt werden darf.

Fazit „Revolt“ ist gut, doch „Revolter“ ist besser. Für Leute die noch nie etwas von DYMYTRY gehört haben, ist die englische Version sicher ansprechend. Man merkt jedoch, dass das neue englischsprachige Album auf kommerziellen Erfolg ausgerichtet ist. Empfehlenswert ist, sich einmal die tschechischen Alben anzuhören! Diese sind um einiges härter uns authentischer als die weichgespülte Englische Version.  Vor allem frühe Alben wie „Homodlak“ oder „Neonarcis“ lassen einen die Einzigartigkeit von DYMYTRY hören.


Tracklist “Revolt”:
1. Revolt
2. Stronger
3. 300 (Feat. Joakim Lindbäck Eriksson – Brothers Of Metal)
4. Never Gonna Die
5. Rise And Shine
6. Awaking The Monster
7. Until The World Knows Why
8. Touchdown
9. Tick Tock
10. Hope
11. Somebody’s Watching Me (Feat. Victor Smolski)
12. Chernobyl 2.0
Gesamtspielzeit: 48:07


DYMYTRY - Revolt
DYMYTRY – Revolt
Line Up:
Alen „A.L.“ Ljubic (vocals)
Jiri „DYMO“ Urban (guitar)
Jan „GORGY“ Gorgel (guitar)
Artur „R2R“ Mikhaylov (bass)
Milos „MILDOR“ Meier (drums)
7
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