JANI LIIMATAINEN - My Father's Son
JANI LIIMATAINEN
My Father’s Son
(Melodic Metal)

 


Label: Frontiers Records
Format: (LP)

Release: 06.05.2022


Jani Liimatainen wurde einst mit SONATA ARCTICA groß, doch nach dem Schwenk weg vom klassischen Power Metal zum Prog zog der Gitarrist die Reißleine und war zwar sehr umtriebig in der Szene, so richtig groß Fuß fassen konnte er aber anscheinend nicht wirklich. Die beiden CAIN’S OFFERING Alben, die er mit STRATOVARIUS Fronter Timo Kotipelto aufnahm, waren überaus stark, doch seit dem 2015er Werk „Stormcrow“ kam da nichts mehr. Und auch die beiden THE DARK ELEMENT Alben mit Anette Olzon (Ex-NIGHTWISH) schlugen jetzt außerhalb seiner Heimat keine enormen Wellen. Dazu gab es in seiner Karriere Gastbeiträge bei CELESTY, OMNIUM GATHERUM, SOULSPELL oder eben STRATOVARIUS. Außerdem ist der Finne auch als Produzent tätig und seit einiger Zeit fester Bestandteil der Dark Metaller INSOMNIUM. Ausgelastet ist der Herr sichtlich gut, dennoch gibt es jetzt mit „My Father’s Son“ ein neues Solo-Werk mit allerlei Gastsängern und -musikern, mit denen er großteils bereits Berührungspunkte hatte.

Die Stammtruppe neben Jani, der hier die Gitarre, Keyboards sowie das Programming übernahm, sind Basser Jonas Kuhlberg (CAIN’S OFFERING, MYGRAIN, ONE DESIRE), Drummer Rolf Pilve (STRATOVARIUS, SOLUTION .45, Ex-DREAMTALE, THE DARK ELEMENT) und Pianist Jarkko Lahti (THE DARK ELEMENT). Außerdem steuerten Jens Johansson (STRATOVARIUS) und Saxophonist Janne Huttunen Gastbeiträge bei.

Nun zu den Sängern. Es überrascht schon mal, dass das Album, das typisch für ihn und auch Frontiers Records irgendwo zwischen AOR, Melodic Metal und Power Metal anzusiedeln ist, mit Björn „Speed“ Strid, der auf „Brathing Divinity“ einge starke cleane Leistung abliefert beginnt. Ein moderner Rocker mit ganz eigenem Charme. Es folgt die Reunion mit SONATA ARCTICAs Tony Kakko auf „All Dreams Are Born To Die“. Wer hier aber auf einen UpTempo Banger hofft, der wird enttäuscht. Leicht progig und sehr verspielt, aber doch irgendwie ohne gewisses Etwas, plätschert der Track eher so vor sich hin. Nicht minder verträumt und mit leichtem Southern Rock Charme kommt der Melodic Rocker „What Do You Want“ daher. Hier darf das brasilianische Stimmwunder Renan Zonta, der auch auf „The Music Box“ glänz mit seiner rauen Stimme ran. Die Keys, Riffs und Melodien erinnern wahrscheinlich nicht zufällig immer wieder an STRATOVARIUS und SONATA ARCITCA, dennoch bringt Jani immer wieder ganz eigene Elemente in die Tracks. So klingt die theatralische Ballade „Who We Are“ trotz Timo Kotipeltos eindringlicher Performance nur im Ansatz nach seiner Stammtruppe  oder CAIN’S OFFERING. Pekka Heino von BROTHER FIRETRIBE hat einen sehr poppigen Track spendiert bekommen und Anette Olzon darf sich mit folkigen Rhythmen begnügen. Ex-CELESTY Fronter Antti Railio, den man in den letzten Jahren nicht wirklich viel zu Gehör bekam, darf dafür gegen Ende den 11-Minüter und Titeltrack „My Father’s Son“ füllen, und das macht er überaus gekonnt. Der Song liefert so einige Elemente, die wir aus der Karriere von Jani kennen und lieben. Außerdem überrascht er mit „Haunted House“, auf dem er selbst die Vocals übernimmt.

„My Father’s Son“ ist abwechslungsreich, ambitioniert und perfekt durchinszeniert. Und das ist auch etwas das Problem. Wie viele Frontiers Veröffentlichungen wirkt hier manches doch etwas gewollt und gezwungen, als würde man eine Checklist abarbeiten. Außerdem wirken Solo-Alben mit je einem anderen Sänger pro Track gerne mal wie eine Compilation. Fans der genannten Bands bekommen aber trotzdem ein qualitativ hochwertiges Werk. Warum Jani nicht mit neuer Band damals in die Power Metal Bresche gesprungen ist, die SONATA ARCTICA eins hinterließen, bleibt mir sowieso ein Rätsel.


Tracklist „My Father’s Son“:
1. Breathing Divinity
2. All Dreams Are Born To Die
3. What Do You Want
4. Who Are W
5. Side By Side
6. The Music Box
7. Into The Fray
8. I Could Stop Now
9. Haunted House
10. My Father’s Son
Gesamtspielzeit:

 


www.facebook.com/janiliimatainenofficial

 

JANI LIIMATAINEN - My Father's Son
JANI LIIMATAINEN – My Father’s Son
LineUp:
Jani Liimatainen - Guitars, Vocals, Keys
Jonas Kuhlberg - Bass
Rolf Pilve - Drums
Jarkko Lahti - Piano
Guests:
Pekka Heino
Tony Kakko
Timo Kotipelto
Anette Olzon
Antti Railio
Renan Zonta
Jens Johansson
Janne Huttunen
Björn Strid
7.5
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